Fußball Eintracht macht es unnötig spannend

Solingen · In der Regionalliga haben die Fußballerinnen des SV Eintracht durch einen 4:0-Erfolg über Arminia Ibbenbüren ihre Position im Mittelfeld der Tabelle gefestigt. Das Polster auf den ersten Abstiegsrang beträgt jetzt acht Punkte.

 Jennifer Ninaus (l.) hatte gegen Arminia Ibbenbüren nicht viele gute Szenen, aber ihre Chance zur Führung nutzte die Eintracht-Stürmerin.

Jennifer Ninaus (l.) hatte gegen Arminia Ibbenbüren nicht viele gute Szenen, aber ihre Chance zur Führung nutzte die Eintracht-Stürmerin.

Foto: Stephan Köhlen

Nach dem Schlusspfiff wusste Thomas Eigerdt, bei wem er sich zu bedanken hatte. "Dieses Spiel hat unsere Offensive gewonnen. Wir hatten fünf Chancen und machen vier Tore", erklärte der Trainer SV Eintracht nach dem verdienten 4:0-Sieg seiner Regionalliga-Fußballerinnen gegen Arminia Ibbenbüren. Was Eigerdt nicht erwähnte: Sein Team hatte zwar nur fünf 100-prozentige Möglichkeiten gehabt, aber es hätten durchaus mehr sein können. Denn als Arminia Ibbenbüren in der letzten halben Stunde aufmachte und mit verstärkten Offensivbemühungen auf den Anschlusstreffer drängte, versäumten es die Solingerinnen, aus ihren vielen Kontermöglichkeiten weiteren Profit zu schlagen.

Doch nicht die fehlende Cleverness im Abschluss ärgerte Eigerdt trotz des Sieges. "Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler im Mittelfeld gemacht. Wenn wir den Ball erobert hatten, haben wir ihn direkt wieder hergeschenkt." Schmerzlich vermisst wurden Mülkiye Defli und Nuccia Di Nisi, die wegen Verletzungen fehlten. So zeigte sich Thomas Eigerdt heilfroh über die drei Punkte, aber eben nicht mit der Gesamtleistung.

Die Eintracht brauchte gut eine Viertelstunde, um gegen die vom Anpfiff an mutig nach vorne spielenden Gäste in die Partie zu finden. Die Defensive stand aber gut, so dass in der Anfangsphase keine Einschussmöglichkeit gestattet wurde. Ganz anders die Eintracht, die gleich mit ihrem ersten geordneten Angriff zur Führung kam. Julia Nowack passte in den Lauf von Jennifer Ninaus (17.). Die Stürmerin umkurvte die Arminia-Torfrau und zog aus spitzem Winkel ab – der Ball fand über den Innenpfosten den Weg ins Tor.

Mit der Führung im Rücken fanden die Solingerinnen besser ins Spiel. Besonders Larah Ludwig drehte jetzt auf der rechten Außenbahn groß auf. Ihr Einsatz wurde belohnt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang ihr das 2:0 (45.). Aus spitzem Winkel hatte Ludwig im Strafraum unhaltbar abgezogen.

Nach dem Seitenwechsel verstärkte das Team aus dem Tecklenburger Land durch einen Doppelwechsel seinen Angriff. Zusätzlich brachte die Eintracht ihren Kontrahenten durch viele Ballverluste im Mittelfeld immer besser ins Spiel. Trotz optischer Überlegenheit brauchte Kartrin Schaffrath (73.) nur einmal wirklich einzugreifen. Auf der anderen Seite ließen die Solingerinnen viele Kontermöglichkeiten liegen. Den Deckel auf den Sieg setzte Nicole Päpke, die nach einer Ecke an der Strafraumgrenze abzog. Der Ball wurde unhaltbar zum 3:0 (85.) abgefälscht. Mit einem Solo und einem Schuss in den Winkel sorgte Päpke für den Endstand.

(RP)
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