American Football: Eine starke Rückrunde

American Football : Eine starke Rückrunde

Die 36 American Footballer der Solingen Steelers haben in der stärksten Gruppe der NRW-Jugendaufbauliga nur aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs die Vize-Meisterschaft verpasst.

Ein bisschen gehofft hatten die Solingen Steelers ja doch, dass die American Footballer der Düsseldorf Panther II in ihrem letzten Saisonspiel gegen das Schlusslicht der NRW-Aufbauliga Mitte straucheln würden. Damit hätte das Junior-Team aus der Klingenstadt hinter den ungeschlagenen Düsseldorf Typhoons als Meister auf dem zweiten Platz bleiben dürfen. Weil die Bulldozer, die dritte Tackle-Mannschaft aus der Landeshauptstadt, ihre 12:0-Führung aber lediglich bis sechs Minuten vor Spielende verteidigen konnten und noch mit 12:16 verloren haben, schnappten die Panthers den Steelers den Vize-Titel aufgrund des direkten Vergleichs noch vor der Nase weg.

"Eigentlich ist dieser dritte Rang genau die Mittelfeld-Platzierung, die wir uns vor der Saison vorgenommen hatten", bilanziert Frank Murges, der den 36-köpfigen Kader zusammen mit Michael Knebel und Oliver Gericke betreut. Ein klitzekleiner Hauch von Enttäuschung klingt durch, weil die Mannschaft eine besseres Ergebnis in der Hinrunde verspielt hatte. "Dafür waren die Leistungen in der Rückrunde klasse, die auf eine noch bessere Saison 2009 hoffen lassen." Insgesamt aber habe sich das Team — insbesondere der Stamm, der seit mehr als zwei Jahren schon dabei ist — rasant weiter entwickelt.

Mit einem Altersdurchschnitt von nur 16 Jahren waren die Steelers in diesem Jahr eines der jüngsten Teams in allen drei Gruppen der NRW-Aufbauliga. Lediglich vier Akteure — darunter die beiden Leistungsträger Magnus Westhofen und Kevin Wolf — werden das Team verlassen, weil sie dann als 19-Jährige die Altergrenze erreicht haben. Nachwuchssorgen muss sich Frank Murges nicht machen. Die Zeiten, in denen die Solinger mit einem anderen Verein kooperieren mussten, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können, sind vorbei. So werden jetzt neun Footballer aus dem eigenen Flag-Team (jünger als 15 Jahre) aufrücken und ins Wintertraining einsteigen.

Pech bei der Ligen-Einteilung

Dass der Nachwuchs aus dem eigenen Verein kommt, beinhaltet für Frank Murges einen riesigen Vorteil: "Wir brauchen nicht wieder bei Null anfangen und damit beginnen, den American Football zu erklären." Aufgrund dieser Erfahrung und der wenigen Abgänge spekuliert die Trainer-Crew darauf, dass vielleicht schon 2009 das mittelfristig angepeilte Ziel "Aufstieg in die Leistungsliga" erreicht werden könnte. Einer der wichtigsten Faktoren sei die Zusammensetzung der Liga. "In diesem Jahr haben wir Pech gehabt, weil wir der Gruppe mit den beiden professionell arbeitenden Klubs der Düsseldorf Typhoons und Panthers zugeordnet waren." Frank Murges glaubt, dass die Steelers in der niederrheinischen Parallelgruppe vielleicht sogar Meister geworden wären.

(RP)
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