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Wasserball: Ein Zusammenschluss für mehr Stärke in der Breite

Wasserball : Ein Zusammenschluss für mehr Stärke in der Breite

Der SC Solingen und die Wasserfreunde Wuppertal wollen eine Startgemeinschaft bilden, noch sind die Verträge nicht unterschrieben.

Prinzipiell ist zwischen den Wasserfreunden Wuppertal und dem SC Solingen alles geklärt. Die beiden Wasserballvereine haben sich zur Gründung einer Startgemeinschaft entschlossen. "Ob wir dadurch in der Spitze stärker werden, weiß ich gar nicht", sagt SC-Kapitän Marc Willems, der zusammen mit Mitspieler Daniel Junker den Zusammenschluss auf Solinger Seite vorangetragen hat. "Aber wir werden viel breiter aufgestellt sein." Statt zwei Mannschaften im Männerbereich verfügt die Startgemeinschaft über vier Teams in der 2. Bundesliga, Oberliga, Rhein-Wupper-Liga und Bezirksliga. "Das macht es natürlich viel leichter, Nachwuchsspieler einzugliedern. Und die Sprünge von einer Liga in die höhere sind nicht mehr so gewaltig."

Obwohl sich die beiden Vereine früher nicht wohl gesonnen waren, hat sich die große Mehrheit des SC Solingen für die Startgemeinschaft ausgesprochen. "Rückendeckung vom Vorstand hatten wir ohnehin. Eigentlich ist inzwischen fast alles geklärt", sagt Marc Willems. Daniel Junker, der beruflich als Rechtsanwalt tätig ist, hat das Vertragswerk erstellt, das nun von den Vorständen beider Clubs unterzeichnet werden soll. "Wir möchten allerdings betonen, dass wir nicht zu einem Verein fusionieren", erklärt Willems. "Die Mitglieder bleiben jeweils in Wuppertal oder Solingen angemeldet. Es geht nur darum, gemeinsame Mannschaften im Männer- und Jugendbereich antreten zu lassen."

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Natürlich wird das Training zu einem großen Teil zusammen stattfinden. Die Zweitligamannschaft soll zum Beispiel zwei Mal die Woche im Solinger Klingenbad trainieren und die anderen beiden Male im Wuppertaler Schwimmsport-Leistungszentrum am Küllenhahn beziehungsweise im vereinseigenen Freibad Bendahl. "So ein Freibad ist im Sommer auch einfach eine schöne Sache", sagt der SC-Kapitän. "Auch Teile unserer Heimspiele werden dann dort stattfinden." Grundsätzlich wollen die Vereine die Austragung der Spiele gleichmäßig aufteilen – sowohl im Jugend- als auch Männerbereich. "Bei den Jugendlichen müssen wir aber im Training Kompromisse machen aufgrund der Erreichbarkeit der Hallen." Die Solinger und Wuppertaler werden überwiegend getrennt beim gleichen Coach trainieren. "Zwei oder drei Mal im Monat treffen die beiden Mannschaftsteile zusammen, um sich aufeinander abzustimmen."

In Bezug auf die Zweitliga-Mannschaft haben sich mit dem Zusammenschluss viele Probleme geklärt. Die Trainersuche nach dem Ausstieg von Martin Fuhrmann-Mülfarth ist beendet. Wasserfreunde-Coach Tim Focke übernimmt die Leitung der neuen Mannschaft. "Außerdem müssen wir uns nicht mehr um unsere Personaldecke sorgen", sagt Marc Willems. Einige Solinger Spieler wollen schließlich zumindest kürzertreten, ohne dass aus dem Nachwuchs viele Akteure nachrücken. "Und vielleicht hilft es uns ja doch auch in der Spitze. Durch gemeinsame Sponsorengelder könnte es uns gelingen, mal einen sehr guten Spieler zu holen", hofft der Kapitän. Seine Fühler hat er bereits ausgestreckt.

(trd)