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Baseball: Ein schlechter Tag von Nick Renault

Baseball : Ein schlechter Tag von Nick Renault

Nach dem knappen Sieg im ersten Spiel des Playoff-Finales gegen die Regensburg Legionäre hätten sich die Alligators im zweiten Duell in eine perfekte Ausgangssituation bringen können.

Ein Sieg mit US-Werfer Nick Renault auf dem Mound hätte die Solinger Baseballer mit 2:0 in Führung gebracht — und am kommenden Wochenende wäre nur noch ein Erfolg zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft nötig gewesen.

Doch es kam anders. Der zuletzt so starke Renault warf gestern nur durchschnittlich und wurde deshalb von den Legionären regelmäßig mit Treffern erwischt. Bis zum dritten Durchgang führten die Gastgeber mit 2:0. Im vierten Abschnitt erhöhte Matt Vance per Homerun auf 5:0. Insgesamt kassierte der Pitcher 15 Gegentreffer und ließ sechs Regensburger auf Base, weil er vier Bälle außerhalb der Strike-Zone platziert hatte. "Wir müssen natürlich sehen, dass die Regensburger es clever gemacht haben", meint Trainer Norman Eberhardt. "Sie haben nicht versucht, zu aggressiv zu sein, sondern haben es mit einfachen Treffern versucht." In einigen Situationen hatten die Legionäre Glück, die Lücken zu treffen, doch unter dem Strich hatte Nick Renault einen gebrauchten Tag erwischt.

Auf der anderen Seite fehlte den Alligators gegen Legionäre-Werfer Justin Kuehn die Durchschlagskraft. Eine große Chance ließ die Truppe im fünften Durchgang liegen. Dominik Wulf und Florian Götze standen nach Treffern auf der zweiten und dritten Base bei keinem Aus. Trotzdem schafften die Solinger keinen Punkt. David Selsemeyer, Robin Drache und Tanner Leighton verpassten es, ihre Mannschaftskameraden nach Hause zu schlagen.

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"Solche Chancen dürfen wir nicht liegenlassen. Aber ich wiederhole mich da", sagt Norman Eberhardt. Vielleicht wären die Zähler von entscheidender Bedeutung gewesen. Im letzten Inning sahen sich die Solinger bei einem 0:8-Rückstand vor einer schier unlösbaren Aufgabe.

Doch die Alligators trafen und trafen — egal welchen Pitcher Legionäre-Coach Martin Helmig auch eingewechselt hatte. Ein Homerun von Kai Gronauer eröffnete die Trefferserie, bei der die Alligators auf 6:8 herankamen. Die große Chance zur sensationellen Wende endete, als Dominik Wulf die Kugel in den Handschuh von Evan Le Blanc im Rightfield schlug.

(trd)