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Baseball: Ein echter Härtetest für die Alligators

Baseball : Ein echter Härtetest für die Alligators

Trainer Norman Eberhardt findet die Situation reizvoll: "Baseball ist eigentlich dafür gemacht, viele Spiele in kurzer Zeit zu bestreiten". So verleihen die vier Begegnungen binnen vier Tagen, die die Solingen Alligators bestreiten müssen, dem deutschen Baseball ein Stück Professionalität. Bereits heute finden die Nachholspiele gegen die HSV Stealers statt, am Sonntag sind die Paderborn Untouchables zu Gast am Weyersberg.

Die Solinger Baseballer stellt die Situation vor eine besondere Herausforderung. Während beide Kontrahenten am verlängerten Wochenende nur gegen die Alligators spielen und damit keine Werfer für andere Aufgaben schonen müssen, ist Norman Eberhardt gezwungen, mit dem Kräften seiner Pitcher zu haushalten. Nach Möglichkeit sollen Harry Glynne, Chris Mezger und André Hughes es durch alle vier Begegnungen schaffen. "Wir behalten die Anzahl ihrer Würfe im Auge", erklärt Eberhardt. "Wenn es zu viel wird, wechseln wir natürlich." Robin Drache und Dominik Wulf kommen alternativ ebenfalls für kurze Einsätze auf dem Mound in Frage.

Gegen die Hamburger möchte der Coach zunächst so beginnen, wie auch am vergangenen Sonntag geplant: "Es kann dann nur sein, dass ich Harry Glynne etwas früher vom Hügel nehme und durch André Hughes ersetze, damit er auch in drei Tagen gegen die Untouchables werfen kann". Genervt ist Eberhardt von der für Baseball-Deutschland seltenen Situation nicht. "Es ist eine Lage, in der wir beweisen müssen, dass wir das Team sind, das es zu schlagen gilt. Da werde ich jetzt nicht anfangen zu jammern."

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Gegen den HSV sind die Alligators freilich großer Favorit. Der Fokus liegt auf der zweiten Partie, in der die Hamburger mit Michael Couch einen starken Pitcher aufbieten. "Es gilt, die Konzentration hochzuhalten, selbst wenn die erste Partie einen eindeutigen Verlauf nehmen sollte", betont Norman Eberhardt, wie er es schon vergangene Woche klargestellt hatte. Noch mehr Potenzial für Dramatik haben freilich die Begegnungen gegen die Paderborn Untouchables am Sonntag. Im Klassiker der Nordliga sind die Solinger statistisch im Vorteil, weil die Paderborner nicht gut in die Saison gestartet sind. "Paderborn ist einfach Paderborn. Wenn es darauf ankommt, sind sie immer irgendwie da. Das Team hat unglaubliches Selbstvertrauen", weiß der Coach.

Zuletzt pulverisierten die Untouchables die Dortmund Wanderers. Davor hatte das Team von Trainer Stefan Fechtig die HSV Stealers nur knapp geschlagen, und zum Auftakt gegen die Bonn Capitals waren sie derbe unter die Räder gekommen. Entscheidend werden die Leistungen auf dem Mound sein. Mit Daniel Rahn und Eugen Heilmann verfügen die Paderborner über gute Pitcher. Importspieler Garrett Johnson muss seine Qualitäten noch beweisen.

"Sollte es uns gelingen, das Wochenende schadlos zu überstehen, hätten wir in der Saison früh viel geschafft", frohlockt Eberhardt, der bei seiner Aufstellung die Qual der Wahl hat. Neuzugang Wayne Ough wird wohl im Rightfield Premiere im Alligators-Trikot feiern. Der reaktivierte Dominik Wulf tritt an der dritten Base an. Der letzte Platz ist an der Stelle des Spielers offen, der nur am Schlag zum Einsatz kommt. Markus Stryczek hat die vermeintlich besten Karten, aber auch Robin Drache und Sascha Steffens werden während der vier Partien gewiss ihre Chancen bekommen.

(trd)