Eishockey: EC Bergisch Land arbeitet intensiv an der Defensive

Eishockey : EC Bergisch Land arbeitet intensiv an der Defensive

Morgen Abend steigt das erste Eishockey-Heimspiel gegen Ratingen, am Sonntag geht es nach Lauterbach.

Einen ordentlichen Saisonstart hat der EC Bergisch Land am vergangenen Sonntag in der 1. Liga West hingelegt. Beim Neusser EV reichte es zwar nur zu einer respektablen Leistung, die in einer 3:5-Niederlage endete, doch die Spielanlage machte Lust auf mehr. Deshalb gilt es für die Solinger beim morgigen ersten Heimspiel gegen die Ratinger Ice Aliens (20 Uhr), daran anzuknüpfen. "Und wir wollen unsere Chancen diesmal natürlich nutzen", meint Trainer Jörg Mülstroh. Die Chancen auf den ersten Sieg dürften am Sonntag beim EC Lauterbach (18 Uhr) aber besser stehen als gegen die Aliens.

Offensiv sahen die Bergischen eigentlich recht gefällig aus im ersten Spiel, doch die zwingenden Chancen fehlten. "Jeder hat ein wenig die Verantwortung auf den anderen abgeschoben und wollte den perfekten Pass spielen", erläutert Mülstroh. "Ab jetzt wollen wir den Abschluss suchen und dadurch vor dem Tor zwingender sein." Gegen die hoch favorisierten Ratinger steht dennoch die Abwehrarbeit im Vordergrund. "Wir müssen hinten die Null stehen lassen, so lange es geht", sagt der Coach. "Daran arbeiten wir im Training intensiv." In Neuss wirkten die Abwehrleute zeitweise auf verlorenem Posten und verloren die Scheibe sogar im eigenen Drittel. Mülstroh: "Es steht und fällt alles damit, dass auch die Stürmer nach hinten arbeiten. Beim ersten Spiel war der Abstand zwischen Sturm und Verteidigung zu groß, so dass der einfache Pass nicht gespielt werden konnte und die Abwehrspieler mit der Scheibe im eigenen Drittel rumgezockt haben."

Sollte sich der ECBL in diesem Bereich verbessern, besteht vielleicht eine Außenseiterchance gegen Ratingen. "Aber ich gehe davon aus, dass die Ice Aliens am Ende der Saison mit ganz oben stehen werden. Da müsste bei uns alles passen, aber wir werden es natürlich versuchen." Beim ersten Heimspiel hofft Mülstroh neben einigen Fans aus Ratingen auch auf viel Zuspruch des Solinger Publikums. In der Vorsaison waren 150 bis 200 Fans in der Halle. "Mit 250 für den Auftakt wären wir zufrieden. Langfristig hoffen wir auf 300 bis 400 Zuschauer."

Nach Lauterbach wird am Sonntag freilich nur der harte Kern mitfahren. Dort rechnet sich Mülstroh gute Chancen auf die ersten Punkte der Saison aus, auch wenn die Lauterbacher in ihrer ersten Partie den TuS Wiehl klar mit 5:1 besiegt haben. "Ärgerlich ist nur, dass Nico Rosewe auf jeden Fall aus beruflichen Gründen nicht mitfahren kann." Das Gleiche gilt für Marius Dunkel und Marvin Wollmann. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Alexander Bill (zuletzt krank) und Marvin Wintgen (Beinverletzung).

(trd)
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