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Schach: Die wertvolle Eröffnung

Schach : Die wertvolle Eröffnung

Mit zwei Siegen gegen die beiden Berliner Clubs der Schach-Bundesliga kletterte die SG Solingen in der Tabelle auf Position drei.

Die SF Berlin gehörten schon immer zu den Kontrahenten, die die SG Solingen selbst in Bestbesetzung vor Probleme gestellt hat. Am dritten Doppel-Spieltag der Schach-Bundesliga war das nicht anders. Ein Duell nach dem anderen ging zu Ende, ohne dass sich an einem der ersten sieben Bretter ein Sieg abgezeichnet hätte. Daniel Stellwagen hatte sogar Mühe, sein Remis gegen den nominell unterlegenen Internationalen Meister Ilja Schneider zu halten. Letztendlich hatte sich der niederländische Großmeister in eine Stellung zurückgekämpft, um sich auf eine Punkteteilung einigen zu können.

Die Verantwortung lastete somit auf Jörg Wegerle, der Mikail Agopov bei der Eröffnung kalt erwischt hatte. "Er hat sich sehr gut auf seinen Gegner vorbereitet", lobte Teamchef Herbert Scheidt. Der lupenreine Amateur im SG-Oktett hatte in Agopovs' Spiel-Historie entdeckt, dass dieser fast noch nie mit einer Doppelbauer-Eröffnung konfrontiert worden war. "Diese ist gefährlich, wenn man sie nicht kennt." Scheidt freute sich, dass Wegerles Gegenüber auf den wertvollen ersten Zug nicht richtig reagierte. Der Solinger hatte so einen Bauern mehr und die bessere Entwicklung. Nach 69 Zügen war der Punkt zum 4.5 : 3.5-Gesamtsieg gesichert.

Tags zuvor hatte der Tabellendritte einen 5:5 : 2.5-Erfolg gegen den Vorletzten SK König Tegel verzeichnet. Die vollen Punktgewinne von Mads Andersen und Predrag Nikolic wurden erst in der sechsten Stunde verbucht. In Vertretung für den verhinderten Markus Ragger hielt sich am Spitzenbrett Erwin L'Ami als dritter SG-Akteur schadlos.

"Der dritte Platz ist sensationell, zumal wir schon gegen einige Teams aus der oberen Tabellenhälfte gespielt haben", schwärmt Herbert Scheidt. Nach den nächsten Runden Anfang Februar in Trier werde die Entscheidung fallen, ob sich die SG Solingen tatsächlich wie angekündigt aus der Schach-Bundesliga zurückzieht. Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht, dass es beim Rekordmeister mit heruntergeschraubten Ansprüchen weitergeht.

(gra)