Hockey : Die Untrennbaren

Die Knaben/Mädchen C sind das erfolgreichste Team der noch jungen Hockey-Abteilung des TSV Aufderhöhe. In der Bezirksliga-Zwischenrunde spielten die Neun- und Zehnjährigen erstmals an der Zietenstraße vor heimischen Publikum. Das Ausscheiden war Nebensache.

Die Knaben / Mädchen C sind das erfolgreichste Team der noch jungen Hockey-Abteilung des TSV Aufderhöhe. In der Bezirksliga-Zwischenrunde spielten die Neun- und Zehnjährigen erstmals an der Zietenstraße vor heimischen Publikum. Das Ausscheiden war Nebensache.

Nicolas Meuter war der einzige, der sich in der Teambesprechung ohne zu zögern selbstbewusst gemeldet hatte. "Wer traut sich, einen Penalty auszuführen ?", hatte Annette Brunner in die Runde gefragt. Weitaus weniger zurückhaltend war die Resonanz, als die Hockey-Trainerin des TSV Aufderhöhe von ihren Spielern wissen wollte, wer denn ein Tor schießen wolle: Da waren alle Arme oben, selbst die von Keeper Max Orth.

Reichlich Tore hätten die Solinger in der Bezirksliga-Zwischenrunde der Knaben / Mädchen C (Jg. 99/00) erzielen müssen, um nach den Ergebnissen der Vorwoche noch in der Tabelle zu klettern und ins Finalturnier einzuziehen. "Doch schon zu den 15 besten Bezirksliga-Teams zu gehören und dann auch noch erstmals ein Kleinfeld-Turnier ausrichten zu dürfen, ist für uns ein großer Erfolg", sagt Annette Brunner.

Spaß steht an erster Stelle

22 Spieler umfasst der Kader des aktuell erfolgreichsten Teams der Hockey-Abteilung im TSV Aufderhöhe, aber nur zwölf dürfen jeweils auf dem Spielberichtsbogen eingetragen werden. "Es wäre einfach gewesen, vor der Feldsaison zwei Teams zu melden." Davon konnte die Trainerin die Mädchen und Jungen aber nicht überzeugen. "In den knapp drei Jahren ist die Mannschaft derart zusammen gewachsen, dass sie untrennbar ist." Der TSV könnte sogar ein reines Mädchen-Team stellen. "Doch auch das wollen sie nicht." Weil der Spaß für Annette Brunner an erster Stelle steht, hat sie bislang die Wünsche ihrer Spieler befolgt.

Demnach saßen viele Mädchen und Jungen an der Seitenlinie in ihren blauen Trikots und weißen Hosen, um die Teamkollegen auf dem Feld anzufeuern, während beispielsweise der Trainer des Gladbacher HTC II lediglich auf zwei Ersatzspieler zurückgreifen konnte. "Das ist das Schöne: Viele kommen nur zum Anfeuern, obwohl sie wissen, dass sie nicht spielen werden", freut sich die Trainerin über den famosen Teamgeist.

Das mit dem Tore schießen hat in den beiden Begegnungen an der Zietenstraße vor heimischen Publikum nicht ganz funktioniert. Wie von Annette Brunner gefordert, holte ihr Team tatsächlich zwei Penaltys heraus. "Das sind immer gute Chancen für uns." Nicolas Meuter und Niklas Dombrowski brachten die Kugel jedoch nicht am Gladbacher Keeper vorbei. Auf der Gegenseite hatte Max Orth noch mehr zu tun: Gleich fünf Mal musste er sich im Duell Torhüter gegen Penalty-Schütze messen – und blieb jedes Mal Sieger. So feierten die Aufderhöher das torlose Unentschieden gegen den späteren Tabellenzweiten auch wie einen Sieg. Und gegen den Hellerhofer SV (0:4), das beste Team der Zwischenrunde, hatte bis fünf Minuten vor Schluss ein 0:0 Bestand, ehe die Düsseldorfer per Penalty in Führung gingen und Annette Brunner diesen Treffer zum Anlass nahm durchzuwechseln.

Zwei Teams in der Hallensaison

In der nach den Herbstferien beginnenden Hallensaison will Annette Brunner allen Spielern so viel Spielpraxis wie möglich geben. Aus diesem Grund werden die Untrennbaren doch in zwei gleichstarke Teams aufgeteilt. "Trainiert wird aber auch weiterhin zusammen."

(RP)