Tennis: Die Spielanlagen passten nicht zusammen

Tennis : Die Spielanlagen passten nicht zusammen

Es war nicht der Tag des Solinger TC. Erst die Verletzung von Sascha Klör, dann die beiden recht deutlichen Niederlagen von Lars Uebel und Marius Zay – bereits nach den Einzeln war die Niederlage gegen den TK Kurhaus Lambertz Aachen besiegelt. Das lag in erster Linie an den unterschiedlichen Spielanlagen, die an Position Eins und Vier jeweils zum Solinger Nachteil kaum zusammen passten.

So schnell Marius Zay am Freitag noch sein Match gegen den Krefelder Fred Hemmes (Niederlande) gewonnen hatte, so schnell hatte er gestern gegen den Aachener Dominik Meffert verloren (0:6, 2:6). „Ich fühle mich richtig schlecht, weil ich überhaupt keine Chance bekommen habe, mich ins Spiel kämpfen zu können“, sagte der 24-Jährige, der sich gegen den Serve-und-Volley-Spieler ständig unter Druck gesetzt gefühlt hatte. „Ich hätte ihn vielleicht mit einzelnen überraschenden Schlägen aus dem Rhythmus bringen können. Aber die sind mir ebenso wie mein erster Aufschlag nicht gelungen.“

Ähnlich druckvoll wie Dominik Meffert agierte auch Konstantinos Economidis im Spitzeneinzel gegen Lars Uebel. Der aber versuchte, die Ballwechsel lang zu gestalten und so dagegen zu halten. Das Konzept ging bis zum zwölften Spiel des ersten Satzes auf, dann gelang dem Griechen das erste Break der Begegnung. Uebel hatte Economidis zwar in eine Ecke gedrängt, als er ans Netz vordrang. Seinem Gegner aber gelang aus der Bedrängnis ein Passierschlag genau auf die Linie, und der Satz war verloren (5:7). Danach gab die Nummer 153 der Weltranglisten das Spiel nicht mehr aus der Hand (6:2).

Nachteil Rückenwind

Wie Sascha Klör stand auch Clinton Thomson zumindest vor dem Gewinn eines Satzes. Nach dem 4:6 in Abschnitt eins kämpfte er sich in den Tiebreak. Seine innere Ruhe hatte Thomson allerdings schon kurz zuvor verloren, was auch mit dem böigen Wind im Rücken zu tun hatte. Der erste Punkt im Tiebreak ging bei eigenem Aufschlag verloren, weil der Ball zu lang wurde. Und auch beim Doppelfehler zum 0:4-Rückstand spielte das Lüftchen eine Rolle. Nach dem letzten Ballwechsel zum 1:7 schmiss Clinton Thomson seinen Schläger frustriert auf den Nebenplatz. Es war eben nicht der Tag des Solinger TC.

(RP)
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