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Baseball: Die Helden aus der zweiten Reihe

Baseball : Die Helden aus der zweiten Reihe

Mühelos setzten sich die Solingen Alligators bei schlechtem Wetter gegen die Dortmund Wanderers mit 16:1 und 7:0 durch. Der Tabellenletzte hatte gegen den Spitzenreiter der Bundesliga-Nord nicht den Hauch einer Chance.

Eigentlich wollte Norman Eberhardt nicht übertreiben, als es darum ging, wie viele Nachwuchsspieler er einsetzen würde. "Aber dann habe ich am Abend vorher entschieden: Pfeif drauf", meint der Trainer der Solingen Alligators. Der Tabellenführer der Bundesliga-Nord trat im ersten Spiel mit seiner kompletten zweiten Garnitur an. Einziger Etatspieler auf dem Feld war Tanner Leighton, der im zweiten Duell des Tages aussetzte. "Es war für die Jungs eine gute Gelegenheit, mal zu zeigen, was sie können."

Auf dem Mound stand André Hughes bei seinem ersten Start des Jahres. Der Veteran knüpfte an die Form seiner jüngsten Einsätze an und konnte von den Dortmundern nur selten unter Druck gesetzt werden. Auf Seiten der Gäste versuchte Kevin Möller sein Glück gegen die Schlagleute der Alligators. Dieses war bereits im zweiten Durchgang aufgebraucht.

Sebastian Bernards, Oskar Matzpreiksch, Sascha Steffens, Joe Weidemann, Robin Drache und Markus Stryczek landeten Treffer und brachten die Solinger 6:0 in Front - die zweite Garnitur funktionierte hervorragend bei den Alligators.

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Gerade Joe Weidemann, der Julian Steinberg als Catcher vertrat, zeigte eine starke Vorstellung mit vier hereingeschlagenen Zählern bei drei Treffern. Aber auch Oskar Matzpreiksch überzeugte auf der wichtigen Short-Stop-Position sowohl defensiv als auch offensiv mit zwei erfolgreichen Schlägen. Die Alligators schraubten das Ergebnis auf 16:1 herauf, so dass nach sieben Durchgängen vorzeitig Schluss war. "Ich möchte wirklich nicht schlecht über die Wanderers reden, aber das war weit weg von Bundesliga-Niveau", stellt Norman Eberhardt klar.

Auch im zweiten Spiel begannen die Gäste wieder mit einem Pitcher, der gleich zu Beginn in massive Probleme geriet. Ob es René Herlitzius unangenehm war? Zumindest reagierte der Wanderers-Coach und wechselte sich selbst für Taiki Yamada auf dem Wurfhügel ein. Danach hatten es die Solinger zumindest etwas schwerer. Abgesehen von Weidemann und Matzpreiksch, die für ihre guten Leistungen mit weiteren Einsätzen belohnt wurden, agierten die Alligators beim 7:0 im zweiten Duell wieder mit größeren Teilen ihrer vermeintlich besten Aufstellung.

Insgesamt tat sich die Truppe gegen Herlitzius etwas schwerer. Am Ende standen trotzdem 13 Treffer, von denen alleine vier auf das Konto von Dustin Hughes gingen. Die Punkt-bringenden Schläge markierten Daniel Sanchez, Dominik Wulf, Florian Götze und Wayne Ough.

Letzterer feierte im Übrigen eine erfolgreiche Premiere als Werfer. Sieben Durchgänge hielt er sich schadlos, bis er vom starken Nachwuchspitcher Justin Ballmann abgelöst wurde.

(trd)