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Baseball: Des Trainers Ruhepuls blieb unverändert

Baseball : Des Trainers Ruhepuls blieb unverändert

Nach einem 10:0 im ersten Spiel taten sich die Solingen Alligators beim 3:2 im zweiten Duell gegen die HSV Stealers etwas schwerer.

Erwartungsgemäß ging es in der zweiten Partie gegen die HSV Stealers knapper zu. Die Hamburger boten mit Michael Couch einen Werfer auf, der in der Baseball-Bundesliga bislang eine ordentliche Bilanz vorweisen kann. Tatsächlich schlug sich der US-Amerikaner auch gegen die Alligators stark. Ein guter Durchgang genügte den Solingern trotzdem zum Sieg. Den Vorsprung brachte der ungeschlagene Tabellenführer fast ungefährdet ins Ziel.

Norman Eberhardt passte die ganze Zeit auf. Der Alligators-Trainer kontrollierte akribisch, wie viele Würfe seine Pitcher bereits im Arm hatten. Chris Mezger benötigte im zweiten Duell 79 Pitches, um die HSV Stealers fünf Durchgänge lang bei null Punkten zu halten. "Da ich ihn auch am Sonntag gegen die Paderborn Untouchables einsetzen möchte, habe ich ihn durch André Hughes ersetzt", erklärt der Coach. Der hatte bereits 40 Würfe aus der ersten Partie in den Knochen und geriet im achten Durchgang in Probleme. Der Veteran kassierte drei Treffer in Folge. Den entscheidenden gegen Ex-Mitspieler Lars Szameitpreuß, der seine neue Mannschaft damit auf 2:3 heranbrachte. Es sollte der einzige etwas brenzlige Moment gewesen sein. Hughes beendete den Durchgang mit zwei schnellen Aus, machte kurzen Prozess im achten Inning und wurde ganz am Schluss durch Dominik Wulf vertreten, der das Duell souverän zu Ende brachte.

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"Mein Ruhepuls ist die gesamte Zeit unverändert geblieben", sagt Norman Eberhardt und spricht seiner Mannschaft damit ein Lob aus. "Das Team strahlt inzwischen ein Selbstbewusstsein aus, wie ich es mir immer gewünscht habe. Nichts scheint uns in Panik versetzen zu können." Auch nicht Michael Couch auf dem Hamburger Wurfhügel. Markus Stryczek blieb bei geladenen Bases abgebrüht und erzwang so den Freilauf zum 1:0. Julian Steinberg holte mit einem schönen Schlag Dominik Wulf und Florian Götze zum 3:0 nach Hause. Mehr kam während der gesamten Partie nicht rum für die Solinger, obwohl sie gegen Couch sieben Treffer und sechs freie Bases durch Geduld am Schlag erarbeiteten.

Es reichte zum Sieg, dem achten für den ungeschlagenen Ersten der Nordliga, weil die Mannschaft die erste Begegnung dominiert hatte. Der HSV überraschte zwar mit Neuzugang Gregory Hendrix auf dem Mound, brachte die Alligators damit aber nicht in Verlegenheit. In jedem Durchgang erkämpften sich die Solinger Chancen. Zwei Bases hatte Tanner Leighton gestohlen, bevor der neue Australier in Diensten der Alligators ihn nach Hause holte. Wayne Ough schlug den Ball die linke Linie entlang - gerade gut genug für einen so genannten Infield-Hit, einen Treffer, der den Bereich in Nähe der Bases nicht verlässt.

Moritz Buttgereit genügte im nächsten Durchgang ein Opferschlag ins rechte Außenfeld zum 2:0. Und auch danach erarbeiteten sich die Solinger die Punkte mehr, als dass sie sie erspielten. Die Hamburger begingen entscheidende Fehler, und plötzlich stand es 7:0. Den Schlusspunkt zum 10:0 setzte Tanner Leighton mit einem mächtigen Schlag ins Leftfield, bei dem gleich drei Läufer nach Hause kamen. Auf einen Homerun mussten die Zuschauer diesmal verzichten.

"Ich bin guter Dinge für die Spitzenspiele gegen die Paderborn Untouchables", sagt Eberhardt. Obwohl die Alligators einige Einschnitte verkraften müssen. Wayne Ough muss aus privaten Gründen für zwei Wochen zurück in die Heimat nach Australien fliegen. Dominik Wulf und Sebastian Bernards können morgen aufgrund privater Verpflichtungen nicht dabei sein.

(trd)