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Volleyball: Der Traum vom Olympia-Sieg

Volleyball : Der Traum vom Olympia-Sieg

Julius Brink fiebert den Olympischen Spielen in London entgegen. Der Beachvolleyballer in Diensten der TSG Volleys ist zum zweiten Mal dabei und hat gute Chancen. Danach möchte der 29-Jährige sich zumindest eine Auszeit gönnen.

Zufrieden wirkt Julius Brink nicht, während er auf der Beachvolleyball-Anlage im Ittertal trainiert. Der Sportler scheint zu hadern. "Das sagen mir viele", erläutert der Düsseldorfer. "Meine Körpersprache ist immer etwas negativer. In mir drin sieht es aber anders aus. Ich sehe die Dinge oft positiver als es ausschaut." Mit dem Training im Ittertal ist Brink zufrieden. Zusammen mit Sebastian Fuchs hat sich der Volleyballer auf das Grand Slam-Turnier in Peking vorbereitet. Noch hat nicht alles funktioniert mit dem neuen Partner, der für den verletzten Jonas Reckermann eingesprungen ist.

Weil Julius Brink im Zuge der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele nicht aussetzen möchte, hat er sich dazu entschlossen, die ersten Turniere mit Fuchs zu absolvieren. "Er hat noch nicht die Erfahrung, kann aber auch Dinge, die Jonas nicht kann", sagt Brink, der interessante Spiele erwartet. In ein paar Wochen wird Jonas Reckermann zurück erwartet. Dann wird es ernst für das Duo, das 2009 die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Fünf oder sechs weitere Turniere wollen die Beiden gemeinsam bestreiten, bevor es zu den Olympischen Spielen geht.

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"Olympia ist das Highlight eines jeden Sportlers. Wir freuen uns seit vier Jahren darauf", meint Julius Brink. Das Duo gehört zu den Mitfavoriten auf eine Medaille. "Grundsätzlich verfügen wir über die Mittel, jedes Team zu schlagen", erläutert der 29-Jährige. "Und klar, wir starten in jedes Turnier, um zu gewinnen." Dennoch drohen natürlich bei einem Ereignis, das über zwölf Tage gespielt wird, immer Leistungsschwankungen. 2008 war Brink mit seinem damaligen Partner Christoph Dieckmann bereits in Peking dabei. Damals war die Mannschaft nicht über die Vorrunde hinausgekommen.

Seitdem läuft das Projekt zusammen mit Jonas Reckermann. Die Erfolge sind auch neben der Weltmeisterschaft 2009 immens. Zum Beispiel wurde Brink in den vergangenen drei Jahren zum Beachvolleyballer des Jahres gewählt. Wie es nach den Spielen weitergeht, weiß Julius Brink noch nicht genau. "Ich werde mir auf jeden Fall eine längere Auszeit nehmen, um mein Studium der Sportökonomie voranzubringen", sagt der 29-Jährige, der in diesen Tagen fast ununterbrochen auf Achse ist. Vom Rücktritt spricht er nicht, doch "eine Saison werde ich sicher nicht dranhängen." Als nächstes Projekt, wie Brink es bezeichnet, kämen höchstens die Olympischen Spiele 2016 infrage. Durch die Auszeit wird es aber bestimmt zu mehr Auftritten bei den Solingen Volleys in der Zweiten Liga kommen, als es in dieser Saison der Fall war. "Das ist sicher. Ich werde mich häufiger sehen lassen. Jetzt fehlte mir leider noch die Zeit." Angst, sich in der Halle zu verletzen, hat Julius Brink nicht.

(trd)