Der Mann im Hintergrund

Seit Saisonbeginn spielt Helmut Weissenbach wieder für die Regionalliga-Volleyballer der TSG Solingen. Der 39-Jährige ist nicht nur Spieler und Interimstrainer – von Michael Linder wird er als Mitarbeiter bezeichnet.

In Solingen liegen seine Wurzeln, hier hat Helmut Weissenbach den größten Teil seiner Freunde. Deshalb ist der 39-Jährige froh, nach Gastspielen in den 80er- und 90er-Jahren wieder bei der TSG Solingen gelandet zu sein. „Es war mein Traum, mit Solingen in der Regionalliga zu spielen“, sagt der Annahme- und Abwehrspezialist.

Dieser Wunsch ist nun Wirklichkeit geworden. Im Moment steht seine Mannschaft als Aufsteiger mit drei Siegen und einer Niederlage auf Platz vier der Tabelle. „Das Konzept stimmt“, erklärt Helmut Weissenbach, warum er nach etlichen Zweitliga-Stationen und zuletzt sechs Jahren als Spielertrainer bei Bayer Dormagen in seine Heimat zurückgekehrt ist. Anders war es vor über zehn Jahren. Damals sollte in die Oberliga aufgestiegen werden, aber in der Relegation war Endstation. „Wir hatten einen Traum, waren aber zu unerfahren“, blickt Weissenbach zurück. Heute ist es anders, professioneller. „Es gibt viele talentierte Spieler. Außerdem macht Michael Linder eine hervorragende Arbeit.“

Der Angesprochene ist Teammanager der ersten Herrenmannschaft und nicht schuldlos, dass der erfahrene Volleyballer wieder bei der TSG spielt. „Ich habe ihn als Mitarbeiter geholt“, sagt Linder. „Denn er wohnt in Solingen und hat richtig Ahnung“, erklärt er weiter. Seine Erfahrung gibt Weissenbach nicht nur aktiv im Regionalliga-Team weiter, er trainiert zudem die B-Mädchen des Vereins. Doch auch als Interimstrainer musste Helmut Weissenbach in der noch jungen Saison bereits einspringen – mit Erfolg. Weil Trainer Jewgenij Gorsanov im Krankenhaus weilte, war Weissenbach im Topspiel gegen Delbrück der Mann an der Seitenlinie. Kein Neuland für den 39-Jährigen, der seit 1985 als Trainer tätig ist – auch schon die TSG trainierte – B-Lizenz-Inhaber ist und im kommenden Jahr die A-Lizenz machen möchte.

Neben seiner Tätigkeit als „Mann im Hintergrund“ wie er selber sagt, ist er jedoch auch regelmäßig auf dem Feld im Einsatz. Seine Vorzüge kennt Michael Linder ganz genau: „Er bringt Sicherheit in die Annahme. Aber vor allem strahlt er Ruhe und Gelassenheit aus.“ Auch im Angriff wird der 1,95 Meter-Mann eingesetzt – dabei liefert er sich mit Sebastian Czpakowski vor allem im Training einen Konkurrenzkampf.

„In Zukunft möchte ich ihn gerne noch mehr einbinden“, hofft der Teammanager auf eine Zusammenarbeit in den nächsten Jahren. Auch Helmut Weissenbach möchte sich vor allem als Trainer weiterentwickeln und in diesem Bereich arbeiten. Ob in Solingen oder woanders, das wird sich zeigen.

Sieg gegen Schwelm ist Pflicht

Am Sonntag steht um 17 Uhr das nächste Regionalliga-Spiel auf dem Programm. Gegen einen Ex-Club von Helmut Weissenbach, den noch ohne Satzgewinn auf dem letzten Tabellenrang platzierten RE Schwelm, sollen die nächsten Punkte geholt werden, um die von Weissenbach prognostizierte „gute Rolle“ zu spielen.

(RP)