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Sportlerwahl: Der haushohe Favorit war die erste Wahl der Endjury

Sportlerwahl : Der haushohe Favorit war die erste Wahl der Endjury

Mit Sebastian Hinze und Kim-Treudt Gösser wurden zwei Vorjahres-Sieger erneut ausgezeichnet. Das Trio wird komplettiert von Christoph Kramer, der bereits im ersten Wahlgang weit vorne gelegen hatte.

Die Entscheidung, wer als "Sportler der Saison 2013/14" ausgezeichnet werden würde, hatte sich bereits im ersten Wahlgang als reine Formsache angedeutet. 15 der 20 Jury-Mitglieder hatten Christoph Kramer als ihren Top-Favoriten genannt und den Fußballprofi mit Meigener Wurzeln mit Vorsprung in die Endauswahl geschickt. Maike Gässler-Dörr (Marketing-Beauftrage der Stadtwerke Solingen) Ernst Lauterjung (Sportausschuss-Vorsitzender), Daniel Certa (Leistungssport-Koordinator der NRW-Sportschule), Christian Licht (Sportexperte des WDR-Studios Bergisch Land) und Guido Radtke (Morgenpost-Redaktionsleiter) diskutierten dann auch nicht lange. Das Jury-Quintett gab dem WM-Debütanten den Vorzug vor Max Weiß, Handballer des Bergischen HC, und Tennisprofi Martin Emmrich. "Es kommt nicht oft vor, dass ein Fußballprofi derart auf dem Boden bleibt und sich so verbunden mit seiner Heimatstadt zeigt", sagt Ernst Lauterjung.

Am längsten fiel die Diskussion aus, wer bei der fünften Auflage der Sportlerwahl unserer Zeitung als "Trainer der Saison" ausgezeichnet werden sollte - zu unterschiedlich sind die Tätigkeitsfelder von Sebastian Hinze, Norman Eberhardt und Oleksandr Tykhomyrov. Letzterer sei ein sehr guter Coach, der im Vergleich zu seinen Konkurrenten nur nicht in der Öffentlichkeit stehe, urteilt Maike Gässler-Dörr. Schlussendlich fiel die Wahl auf Sebastian Hinze. "Der Klassenerhalt in der Ersten Liga ist auch der Verdienst eines jungen Trainers, der den Handball lebt", urteilt Lauterjung. Christian Licht ergänzt: "Er hat aus den Möglichkeiten das Optimum herausgeholt - mehr geht nicht."

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Eine "tolle Entwicklung" bescheinigt die Endjury der alten und neuen "Sportlerin der Saison", obwohl Degenfechterin Kim Treudt-Gösser ohne Medaille in einem Einzel-Wettbewerb geblieben war. Die angeregte Diskussion hat zuvor einem Kopf-an-Kopf-Rennen geglichen, bei dem Schachspielerin Amina Sherif als Vize-Meisterin Afrikas die zweite entscheidende Rolle gespielt hat. "Schach ist eine komplexe Disziplin, die auf diesem Niveau sehr viel Training bedeutet", findet Christian Licht. Die um einen Treffer verpasste Medaille bei der Kadetten-Europameisterschaft sowie den festen Platz von Kim Treudt-Gösser im Bundeskader bewertete die Jury am Ende am höchsten. Da hatte neben Amina Sherif auch Regionalliga-Fußballerin Ann-Kathrin Hadamek (Eintracht Solingen) das Nachsehen.

(gra)