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Baseball: Der erste Niederlagen-Fleck auf dem weißen Alligators-Dress

Baseball : Der erste Niederlagen-Fleck auf dem weißen Alligators-Dress

Der 4:3-Sieg der Paderborn Untouchables im ersten Duell war vermeidbar gewesen. Mit dem 6:1-Erfolg in der Partie danach rückten die Solinger Baseballer die Verhältnisse wieder gerade.

Moritz Buttgereit glich das Spiel mit einem Opferschlag im dritten Durchgang zum 1:1 aus. Danach passierte lange nichts zwischen den Solingen Alligators und den Paderborn Untouchables. Die Erzrivalen der Bundesliga-Nord lieferten sich eine ausgeglichene Baseball-Partie ohne große Highlights. Harry Glynne zeigte eine starke Leistung auf dem Solinger Wurfhügel, aber auch Daniel Rahn hielt die Schlagleute der Alligators unter Kontrolle.

"Wir haben es den Paderbornern zu leicht gemacht", wird Norman Eberhardt später sagen. Der Alligators-Trainer bemängelte vor allem die Auswahl der Schwünge: "Wir haben auf schlechte Pitches geschwungen und nicht geduldig auf die Würfe gewartet, mit denen wir Paderborn unter Druck setzen können." Viel zu oft war der Ball leichte Beute für die Untouchables im Außenfeld.

Erst im achten Durchgang schien sich das Blatt zu wenden. Sascha Steffens kämpfte sich in einem langen Schlagauftritt gegen Daniel Rahn auf die erste Base. Daniel Sanchez kam mit einem harten Grundball hinterher. Tanner Leighton und Dustin Hughes hatten die Chance, die Führung hereinzuschlagen. Beide brachten den Ball nur ungefährlich in die Luft - die Untouchables zogen den Kopf aus der Schlinge.

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Im Gegenzug ließen die Paderborner die Felddefensive der Alligators anfällig aussehen. Bei zwei Bunts, also Schlägen, die nur kurz vom Schläger abtropfen, hielten die Alligators dem Druck nicht stand. Ein weiterer etwas glücklicher Ball durch das Infield bescherte den Gästen geladene Bases. Tucker White beförderte die Kugel weit ins Outfield, und es folgte eine Szene, die an das Bundesliga-Finale 2005 erinnerte. Florian Götze und der eingewechselte Timo Trampert liefen beide Richtung Ball. Doch letztlich zogen sie zurück, und die Kugel fiel zu Boden. "Als Centerfielder hat Florian Vorfahrt, aber Timo hat es wohl zu spät gehört. Da macht sich dann natürlich auch die fehlende Erfahrung bemerkbar", erläutert Eberhardt.

Der 1:2-Rückstand vergrößerte sich einen Schlag später durch einen Treffer von Christopher Unterreiner auf 1:4. Erst jetzt erwachten die Alligators am Schlag. Markus Stryczek und Julian Steinberg schlugen den Ball jeweils weit ins Außenfeld. Doch zu mehr als dem 3:4 genügte es im neunten und letzten Durchgang nicht mehr.

Es war die erste Saison-Niederlage für die Alligators - eine bittere. "Aber sie kommt vielleicht zur richtigen Zeit", meint der Coach. "Selbstbewusstsein ist eine gute Sache. Aber es kann nicht sein, dass bei uns alle davon ausgehen, wir würden das Spiel schon irgendwie gewinnen."

Eine Reaktion war im zweiten Spiel gefragt. Und sie folgte. Zwar gingen die Alligators insgesamt 13 Mal per Strike-out zurück auf die Bank, doch sie schüttelten dem gegnerischen Werfer Garrett Johnson viel erfolgreicher Würfe aus dem Arm. Als der Pitcher nachließ, schlugen die Solinger zu. Florian Götze, Markus Stryczek, Sascha Steffens, Moritz Buttgereit, Daniel Sanchez und Robin Drache gelangen die entscheidenden Treffer zur 6:0-Führung im fünften Durchgang. Die Partie war damit entschieden. Alligators-Pitcher Chris Mezger kassierte einen Paderborner Punkt. Seine Nachfolger Justin Ballmann und André Hughes blieben schadlos.

(trd)