1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen
  4. Sport

Basketball: Der BG Solingen ging erneut die Luft aus

Basketball : Der BG Solingen ging erneut die Luft aus

Gut hielt die BG Solingen gegen den Tabellenführer der 2. Basketball-Regionalliga mit.

Der Tabellenvorletzte konnte zwar offensiv über weite Strecken gegen die Telekom Baskets Bonn II nicht überzeugen, doch in der Defensive absolvierte die Mannschaft eines ihrer besten Spiele. Dass die Truppe von Trainer Stefan Mikulski den 56:54-Vorsprung nach dem dritten Viertel aus der Hand gab, um doch noch hoch zu verlieren, war vor allem der nachlassenden Kondition geschuldet.

"Es ist wirklich ärgerlich", meint Stefan Mikulski. "Wenn wir in der Liga nach vorne schauen wollen, müssen wir drei Mal in der Woche trainieren." Das ist derzeit kaum der Fall. Die Mannschaft ist während der Einheiten fast nie komplett — auch weil einige Spieler krank gewesen waren oder aus beruflichen Gründen nicht dabei sein können. "So aber reicht die Luft nicht", weiß der Coach. Im letzten Abschnitt ging die Mannschaft bei einer Trefferquote von nur 29 Prozent unter.

Dabei hatte es zunächst so gut ausgesehen. Ohne Torben Krause und Sascha Grabowski, die krank im Bett lagen, und den immer noch verletzten Quentin Boston hielt die BG die Bonner mit einer aggressiven Manndeckung unter Kontrolle. Aufgrund einer schwachen offensiven Ausbeute und einer Freiwurfquote von nur 50 Prozent verpassten es die Gastgeber jedoch, sich ein wenig abzusetzen.

  • Lokalsport : Gencler feiert Torspektakel in Solingen
  • Jonathan Tah, hier im Duell mit
    "Endspiel" gegen Hannover : Frische Beine für Bayers Defensive
  • Lokalsport : Budberg jubelt über Regionalliga-Aufstieg

"Wir haben den Ball außerdem 23 Mal verloren. Das ist mindestens zehn Mal zu viel", hadert Mikulski. Einen schwachen Tag hatte Sven Sercevic erwischt. Der Center handelte sich früh zu viele Fouls ein und musste deshalb lange aussetzen. Besser agierte André Katic. "Er hat eine neue Rolle in der Mannschaft. Er spielt außen und wirft von der Drei-Punkte-Linie", sagt Mikulski. Das ist dem Basketballer mit zwölf Zählern gut gelungen. Bester Mann war Bastian Brangs. Der Center brachte es auf 20 Punkte und zahlreiche Rebounds. "Es ist ganz erstaunlich, wie gut er gespielt hat, obwohl auch er kaum trainieren konnte."

Offensive Akzente setzte zudem Joshua Bender. "Wobei er gar nicht an die Defensive denkt", ärgert sich der Coach, der mangels Personal sogar seinem Sohn Adam einen Einsatz gönnte. "Jetzt aber müsste sich die Lage langsam entspannen. Ich hoffe, wir können diese Woche endlich komplett trainieren."

(RP)