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Lokalsport: Den Aufstieg im Visier

Lokalsport : Den Aufstieg im Visier

Eine Begegnung muss die U19-Mannschaft der Solingen Steelers noch gewinnen, um die Meisterschaft in der Football-Oberliga zu gewinnen. Strukturell ist in der Jugendabteilung der Paladins aber noch Luft nach oben.

Vor sechs Monaten haben sich die Solingen Paladins mit den Steelers zusammengetan. "Und es läuft sehr gut", freut sich Markus Jantke. Dem Vorsitzenden war klar, dass es in der ersten Zeit vor allem wichtig sein wird, die Jugendabteilung der Steelers organisatorisch in den Verein zu integrieren.

Dass es jetzt sportlich so erfolgreich läuft, ist ein Bonus. Das U19-Team führt die Oberliga an und kann in zwei Wochen mit einem Sieg die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen. "Wobei es sein kann, dass sogar der Zweite aufsteigt", meint Jantke.

Den Grundstein legten die Footballer mit einem Sieg bei den Bielefeld Bulldogs. "Da haben wir den Kopf aus der Schlinge gezogen", sagt Teammanager Wolfgang Lücke. Eine Woche zuvor hatte die Mannschaft ihre einzige Saisonniederlage hinnehmen müssen. Gegen die Uerdingen Tomahawks kassierten die Solinger eine deftige 14:51-Schlappe. "Das war ein echtes Desaster", gibt Lücke zu. Nicht zuletzt, weil die Mannschaft mit einer Internet-Aktion 350 Zuschauer ins Walder Stadion gelockt hatte. "Umso erleichterter sind wir, dass die Niederlage keinen Knacks hinterlassen hat."

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In Bielefeld führten die Steelers fast durchgängig. Drei Mal war Daniel Rennich mit einem Touchdown-Lauf erfolgreich. Die entscheidenden Punkte zum 26:20-Endstand markierte Gianni Böntgen, der einen Pass von Quarterback Jeremy Konzack gefangen hatte. Zwei Minuten hatten die Bielefelder noch die Chance zum Ausgleich. "Aber unsere Defense stand hervorragend — wie während des gesamten Spiels", sagt Wolfgang Lücke.

Erneut gegen die Bielefelder haben es die Steelers nun selbst in der Hand, den Aufstieg perfekt zu machen. "Wir würden das Ticket in die Regionalliga in jedem Fall nutzen", meint Markus Jantke. "Auch wenn der Leistungssprung enorm sein dürfte." Darüber hinaus wird es personell wohl zu einigen Änderungen kommen. Cheftrainer Simon Schwarzer zieht sich aus zeitlichen Gründen zurück. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Verbleib von Assistant-Coach Björn Beu und Teammanager Lücke: "Ich bin selbstständig und weiß noch nicht, ob ich weitermache. Im Moment gehe ich aber davon aus".

Auch wenn zum Beispiel mit Jeremy Konzack der Quarterback und einer der Leistungsträger altersbedingt ins Seniorenteam rückt, dürfte der Kader der Steelers für eine ordentliche Saison in der U19-Regionalliga genügen. "Wir haben eine sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft", meint Teammanager Wolfgang Lücke. Außerdem wäre der Verein für Spieler aus der Umgebung noch interessanter. "Mal sehen, ob wir im Falle des Aufstiegs noch Zulauf bekommen."

Hoher Bedarf im Trainerbereich

Fest steht, dass der Verein im Trainerbereich hohen Bedarf hat. "Die personellen Fragen sind noch offen, aber es darf auf keinen Fall mehr dazu kommen, dass am Spieltag ein Kader von 35 Spielern von einem Coach betreut wird", sagt Markus Jantke. Der Vorsitzende will den Verein in allen Bereichen breiter aufstellen. Bereits jetzt befinden sich die Verantwortlichen in Gesprächen mit einigen Kandidaten, nicht nur für das U19-Team. "Wir würden unsere Jugendabteilung gerne mit einer U16 erweitern." Zusammen mit der U 14 wäre der Club dann fast komplett aufgestellt. Nur eine U 12 ist kurzfristig nicht in Aussicht.

(trd)