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Fußball: Das höchste Potenzial

Fußball : Das höchste Potenzial

Der BV Gräfrath und die SG Vatanspor stellen die beiden vermeintlich besten Solinger Mannschaften in der Bezirksliga. Ob sie allerdings ganz oben landen, ist fraglich. Der 1. FC Monheim gilt Aufstiegsfavorit Nummer Eins, ein weiterer ist der SC Sonnborn – der erste Gegner der Gräfrather.

Der BV Gräfrath und die SG Vatanspor stellen die beiden vermeintlich besten Solinger Mannschaften in der Bezirksliga. Ob sie allerdings ganz oben landen, ist fraglich. Der 1. FC Monheim gilt Aufstiegsfavorit Nummer Eins, ein weiterer ist der SC Sonnborn — der erste Gegner der Gräfrather.

Die ersten Gegner des BV Gräfrath und der SG Vatanspor könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die Gräfrather mit dem SC Sonnborn gleich auf einen der stärksten Kontrahenten um die ersten fünf Plätze in der Fußball-Bezirksliga treffen, bekommt es Vatanspor mit dem SC Ayyildiz Remscheid zu tun.

Die Remscheider wären beinahe in der vergangenen Saison abgestiegen und gelten auch diesmal zumindest als bedroht. "Ayyildiz ist eigentlich ein ganz netter erster Gegner", findet auch Trainer Ganija Pjetrovic. "Auch, weil die Mannschaft in der Vorbereitung vermutlich genau wie wir mit den Folgen der Fastenzeit zu kämpfen hatte."

Gut gefüllter Vatanspor-Kader

Darum muss sich Pjetrovic am Wochenende nicht mehr sorgen. Der Ramadan ist vorbei, und der Coach kann aus einem gut gefüllten Kader schöpfen. "Das ist unser großer Vorteil diese Saison. Mir stehen im besten Fall 25 Spieler zur Verfügung." Die Fußballer haben in der Vorbereitung gut mitgezogen. Eine Folge der Konkurrenzsituation.

Sogar die urlaubsbedingten Ausfälle von Mehmet Bayraktar und Spitzenstürmer Petrit Spahija kann Vatanspor kompensieren. "Fatih Akgün spielt dafür im Sturmzentrum. Er hat in jedem Testspiel getroffen", sagt der Coach. Defensiv ist die Truppe ebenfalls gut aufgestellt — auch ohne den erfahrenen Adin Muminovic. "Er hat noch zu wenig trainiert und wird deshalb vorerst nicht spielen." Pjetrovic wird stattdessen Eldan Zijadic und Alper Denizci in der Innenverteidigung aufstellen.

"Mit unserem Kader muss es möglich sein, oben mitzuspielen. Gegen Ayyildiz sind drei Punkte Pflicht. Dann sehen wir weiter." Ganija Pjetrovic ist von dem Potenzial seiner Mannschaft ähnlich überzeugt wie Horst Schulten von seinem BV Gräfrath. Die im Vergleich zur Vorsaison kaum veränderte Truppe hat schon bewiesen, wie stark sie ist. Deshalb ist eine Etablierung an der Spitze natürlich wahrscheinlich. "Sollte nicht alles so klappen, wie wir uns das erhoffen, geraten wir aber trotzdem nicht in Panik. Schon in der Vergangenheit haben wir Niederlagenserien eingesteckt und uns wieder aufgerappelt", meint Schulten.

Verletzungen bereiten Sorgen

Deshalb wäre eine Niederlage im ersten Spiel gegen den SC Sonnborn auch kein Weltuntergang. "Es ist eines von 30 Spielen. Wir werden aber ganz bestimmt alles daran setzen, mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Ich sehe das Spiel völlig offen ohne Favoritenrollen." Der Coach ist gar nicht so unglücklich über die schwere Aufgabe: "Immerhin wissen wir direkt, wo wir stehen." Die Voraussetzungen könnten besser sein. Der Trainer ist gezwungen, mit Mladen Tomic und Sebastian Eckhoff in der Innenverteidigung zu beginnen.

"Es ist schön, dass uns solche Spieler zur Verfügung stehen, aber die Verletzungen von Felix Schrödler (Fußbruch), Marcel Lauenroth und Fabian Schulten (beide Außenbandrisse) machen uns schon zu schaffen." In der Vorbereitung konnte Horst Schulten nicht ein Mal mit seiner Wunschelf spielen. "So viel zum Gejammere. Das Positive ist, dass die, die da waren, das Beste daraus gemacht haben."

(trd)