Handball BHC ließ im letzten Test die Konsequenz vermissen

Die Ergebnisse des Leistungstests decken auf: Jeder Spieler aus dem Kader des Bergischen HC ist bereit, für den Aufstieg in die Erste Liga hart an sich zu arbeiten.

Sechs Wochen liegt der erste Check zurück, am Montag überprüften Lutz Gerhards, Carsten Walonka und Gerry Palmer vom Medifit-Team in Wuppertal, wie die individuellen Trainingsprogramme umgesetzt worden sind. Mehrere Werte waren um rund zehn Prozent verbessert.

Dass sich ein Handballer innerhalb dieser kurzen Zeit sogar um 20 Prozent gesteigert hat, hatte der zuständige Sportwissenschaftler Gerry Palmer bislang noch nie erlebt. "Die Ergebnisse waren sensationell", lobte denn auch Ha De Schmitz.

Dienstagabend war der Chefcoach des Handball-Zweitligisten weniger zufrieden. Mit 26:24 (15:10) siegte sein Team gegen den TV Korschenbroich, der noch den 80-minütigen Pokalfight gegen die HSG Düsseldorf von Sonntagabend in den Knochen hatte. Zu knapp, wie Ha De Schmitz fand. "Wir haben schlecht gespielt, weil wir bis auf wenige Situationen die Konsequenz haben vermissen lassen." Die Aktionen über den Kreis waren gemeint oder die Trefferquote nach den schnell ausgeführten Anwürfen, die bei mehreren Versuchen in der ersten Halbzeit gegen null tendierte.

Dabei hatte das letzte Testspiel vor dem Meisterschaftsauftakt am Samstag in Eisenach so ansehnlich begonnen. Die 3:2:1-Deckung, die den Bergischen in der vorigen Saison immer wieder vor große Probleme gestellt hatte, wurde gestern mustergültig ausgespielt. Mit kurzen schnellen Pässen und konsequenter Bewegung ohne Ball war in den ersten sechs Minuten der freie Wurf sicher. Jiri Vitek, Kenneth Klev oder Tim Henkel erzielten so ihre ersten Tore. In Kombination mit sicher abgeschlossenen Schnellangriffen von Alexander Oelze, Hendrik Pekeler und Jiri Vitek bedeutete das eine 6:1-Führung.

Das war zu einfach. Was auch Khalid Khan so sah und den Liga-Konkurrenten in einer frühen Auszeit wachrüttelte und die Deckung umstellte. Der Ex-Löwe Mathias Fuchs eröffnete in Unterzahl die Drei-Tore-Serie, mit der der TV Korschenbroich zurück in das Höhepunkt arme Testspiel fand.

"Vielleicht war es ja nur schwer, so kurz vor Beginn der Saison noch einmal die Kräfte zu mobilisieren", suchte Ha De Schmitz für eine Erklärung nach dem holprigen Auftritt, der von vielen Fehlversuchen aus dem Rückraum geprägt war. Einzig Jiri Vitek sorgte in der zweiten Hälfte ab und an für anerkennendes Raunen unter den etwa 400 Zuschauern in der Klingenhalle.

Ha De Schmitz hofft, "dass es besser wird, wenn es ernst wird". Das ist bekanntlich am Samstag der Fall, wenn der Bergische HC den schweren Gang zum ThSV Eisenach antreten muss. Dass die Thüringer in Runde eins des DHB-Pokals gegen den Drittligisten SG DHfK Leipzig ausgeschieden sind, gefällt dem Coach gar nicht. "Jetzt stehen die bereits unter Druck."

(RP)
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