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Tennis: Bessere Nerven im Champions-Tiebreak

Tennis : Bessere Nerven im Champions-Tiebreak

Der Solinger TC hat zum Auftakt in die 2. Bundesliga-Nord gegen den Bremer TC mit 5:4 gewonnen. Entscheidend für den Gesamtsieg waren vor allem die beiden knapp gewonnenen Einzel von Johann Willems und Alexander Satschko.

Laut jubeln die Zuschauer auf der Tennisanlage in Widdert, als Johann Willems seinen zweiten Matchball verwandelt. Die Nummer Vier des Solinger TC hat sich im Champions-Tiebreak hauchdünn mit 11:9 gegen Matthias Kidler durchgesetzt und damit die 3:0-Führung für die Mannschaft herausgespielt. Zuvor haben Gero Kretschmer und Patrick Elias ihre Partien gegen den Bremer TC schon klar gewonnen.

Besser hätten die Auftaktmatches in der 2. Bundesliga-Nord für den STC kaum laufen können. "Ich bin glücklich, dass ich endlich wieder einen Tiebreak für mich entschieden habe", sagt Johann Willems. "Zuletzt ist es oft umgekehrt gelaufen." Bereits im ersten Satz kämpfte sich der STC-Spieler in den Tiebreak. Kein Akteuer schaffte ein Break, Willems wehrte mehrere Chancen seines Gegners ab. Der Tiebreak ging mit 8:6 an den 19-Jährigen.

Kidler erlaubte sich in der Partie kaum Fehler und profitierte im zweiten Durchgang von einigen Nachlässigkeiten seines Kontrahenten. "Es war ganz schwer, die Ballwechsel mit direkten Punkten zu beenden, weil der Platz doch sehr langsam war. Deshalb war es besser, das Risiko etwas herunterzusetzen", erläutert Johann Willems. Das gelang ihm im entscheidenden Champions-Tiebreak sehr gut, nachdem er den zweiten Satz klar mit 2:6 aus der Hand gegeben hatte. Beim 11:9-Erfolg hatte der Linkshänder natürlich auch das nötige Quäntchen Glück.

Genauso erging es auch Alexander Satschko knapp zwei Stunden später. Nachdem Ludovic Walter und Jan Oliver Sadlowski ihre Partiern klar verloren hatten, standen die Solinger unter Zugzwang. Satschko verlor den den ersten Satz gegen Juan-Martin Aranguren 2:6, schlug aber direkt mit 6:1 zurück. Erneut musste der Champions-Tiebreak die Entscheidung bringen. In diesem war Satschko der agilere Spieler, der stets den Punktgewinn suchte, während der Spanier die Kugel nur im Feld halten wollte. Mehrere unerzwungene Fehler kosteten Satschko eine mögliche klare Führung. Er musste sogar mehrfach einen Rückstand aufholen.

Immer wieder setzte der Solinger zu einem Stopp an - sein bester Schlag in dieser Phase. Fünf der zehn Punkte holte Satschko mit dieser taktischen Maßnahme. Die letzten beiden Zähler gewann er jeweils nach langen Rallyes. Kein Frage, gestern haben die guten Nerven der STC-Spieler den Unterschied gemacht.

Mit dem 4:2 im Rücken genügte den Solingern noch ein Sieg im Doppel zum Gesamterfolg. Den holte das favorisierte Duo. Gero Kretschmer und Alexander Satschko gewannen, während der Rest der Truppe ihre Partien verlor.

(trd)