Bergischer Hc: Zur Veränderung im Innenblock gezwungen

Bergischer Hc : Zur Veränderung im Innenblock gezwungen

Das Spitzenspiel in der 2. Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach bestreitet der Bergische HC heute ohne Kreisläufer Max Weiß.

Sebastian Hinze könnte jammern, wenn er wollte. Der Coach des Bergischen HC weiß, dass er heute im Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach auf eine seiner Stützen im Innenblock verzichten muss. "Es tut zwar weh, dass Max Weiß nicht dabei sein kann." Das Vertrauen in Stanko Sablijic sei jedoch so groß, dass dieser den Ausfall kompensieren werde.

Max Weiß war gegen den HC Erlangen unglücklich mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und mit dem Knie im Brustkorb getroffen worden. Die Atembeschwerden sind Folge einer Verletzung des linken Lungenflügels, wie Mannschaftsarzt Dr. Diederich von der Heyde nach einigen Untersuchungen im Wuppertaler Helios-Klinikum diagnostizierte. Mindestens zwei Wochen wird der Kreisläufer nicht zur Verfügung stehen.

Ähnliche Hiobsbotschaften hat auch der heutige BHC-Gegner zu verzeichnen. Torwart-Routinier Radek Musil war am Sonntag mit dem Nordhorner Patrick Miedema zusammengeprallt und auch noch lange nach Spielende benommen. ThSV-Trainer Adalsteinn Eyolfsson rechnet nach diversen Untersuchungen im Krankenhaus nicht mit Musils Einsatz. Da auch Spannmann Stanislaw Gorobtschuk nicht fit ist, könnte es sein, dass die Eisenacher mit ihren Nachwuchskräften Christian Trabert und Adrian Winkler in das Topduell gehen werden.

"Bei solchen Nachrichten aus den gegnerischen Lagern bin ich immer emotionsfrei", sagt Sebastian Hinze. "Ich wünsche mir immer, dass keiner verletzt ist. Deswegen wird bei der Vorbereitung auch jede Eventualität berücksichtigt." Einzig den gerade operierten Hannes Jonsson wird der Löwen-Coach bei seinen taktischen Überlegungen nicht berücksichtigen müssen. Ohnehin ist der Respekt groß vor dem Großwallstadt-Bezwinger im DHB-Pokal. "Eisenach war für mich schon vor der Saison die stärkste Mannschaft der Liga, die mit jeweils doppelt besetzten Positionen ähnlich aufgestellt ist wie wir."

Die jüngste Niederlage gegen den HC Erlangen betrachtet Sebastian Hinze im Übrigen ganz nüchtern. "Ich hoffe, dass es nicht noch einmal vorkommt, dass alle einen schlechten Tag erwischen. Und wenn es vorkommt, dass keiner Normalform erreicht, müssen wir trotzdem solche Spiele gewinnen." Wie das funktionieren kann, haben die Bergischen in den ersten 20 Minuten in der Abwehr gezeigt. "Bis dahin haben wir überragend gedeckt. Leider hat sich irgendwann die Unsicherheit in der Offensive auf die Deckung übertragen." Hinze beklagt sich nicht, sondern nimmt das als Lerneffekt zu den Akten.

2. Handball-Bundesliga: ThSV Eisenach — Bergischer HC (heute, 19.30 Uhr, Werner-Aßmann-Halle).

(RP)