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Bergischer HC: Zeiten des Harakiri-Handballs sind vorbei

Bergischer HC : Zeiten des Harakiri-Handballs sind vorbei

Erneut ist Kristian Nippes in den Anschlusskader der Deutschen National-Mannschaft berufen worden. Neben dem Linkshänder ist mit Kreisläufer Max Weiß ein weiterer Akteur des Bergischen HC bei der Maßnahme in Polen dabei.

Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung — auch wenn diese erst einmal nur die B-Nationalmannschaft betrifft. Wie bewerten Sie die Einladung zu den Spielen gegen eine polnische Vereinsauswahl sowie die Zweitvertretungen von Norwegen und Gastgeber Polen ?

Weiss Es ist immer besser, eine Einladung zur B-Nationalmannschaft zu bekommen als gar keine. Ich bin vollkommen zufrieden damit. Allerdings werde ich erst einmal zeigen müssen, ob ich tatsächlich in diesen Auswahlkader gehöre.

Wie überraschend kam für Sie diese Einladung ?

Weiss Ziemlich überraschend muss ich gestehen. Ich wusste, dass Bundestrainer Martin Heuberg relativ oft bei unseren Spielen anwesend war. Aber weniger wegen meiner Person, sondern eher wegen Spielern aus Melsungen oder Minden. Ausgerechnet in diesen Begegnungen habe ich nicht so überzeugen können. Deshalb freue ich mich umso mehr.

Irgendwann einmal zum A-Kader zu gehören, dürfte bei der Konkurrenz am Kreis in Deutschland nur schwer zu realisieren sein.

Weiss Auf jeden Fall. Mit Hendrik Pekeler, Patrick Wienczek, Oliver Roggisch oder auch Felix Danner hat Deutschland sehr gute Kreisläufer. Man muss immer versuchen, sich zu etablieren, den Konkurrenzkampf aufzunehmen und das Beste zu geben, um vielleicht irgendwann diesen Platz zu beanspruchen.

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Beim Bergischen HC haben Sie inzwischen Ihren Stammplatz sicher. Wann hatten Sie das Gefühl, dass der Knoten endgültig geplatzt war ?

Weiss Als Stammkraft habe ich mich in der vorigen Saison erst in der Partie gegen die SG Leutershausen etablieren können, nachdem ich fast die gesamte Vorbereitung verletzt verpasst hatte. Individuell war für mich für der Knoten jedoch schon in der Spielzeit davor in den Erstliga-Partien gegen Frisch Auf Göppingen oder bei den Füchsen Berlin geplatzt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist es dann doch alles ziemlich schnell geflutscht. Mittlerweile fühle ich mich sehr, sehr wohl in dem Team und bin froh, wie alles gelaufen ist.

Der Sprung von der Zweiten in die Erste Liga scheint Ihnen bei der Abwehrarbeit an der Seite von Michael Hegemann keine Probleme bereitet zu haben.

Weiss Ich habe ja schon in Düsseldorf mit Hege im Innenblock in der Ersten Liga gespielt. Deswegen war das kein absolutes Neuland. Mir macht es einfach viel mehr Spaß, weil die körperlichen Gegebenheiten da sind und man keine Angst haben muss, dass sich einer komplett zerreißt, wenn man ihn ein bisschen härter anpackt. Auf der anderen Seite spielen die Mannschaften auch taktisch disziplinierter. Das erleichtert die Vorbereitung, auch wenn die Spieler individuell mehr Qualität haben. Man weiß, worauf man sich einlässt. Es ist eben kein Harakiri-Handball mehr.

Offensiv könnte es für Sie durchaus noch besser laufen . . .

Weiss (nickt) Im Angriff hatte ich Licht und Schatten, das stimmt. Das war schon immer die Komponente, an der ich arbeiten kann. Wenn ich konstanter werde, wäre ich durchaus zufrieden.

Was erwarten Sie von der Partie gegen den SC Magdeburg ?

Weiss Es wird wieder einmal eine körperliche Angelegenheit. Ein richtiges Schweinespiel also, in dem wir hoffentlich nicht schon wieder 29:29 spielen werden. Über dieses Ergebnis wäre gegen Magdeburg zwar keiner richtig traurig, aber ich möchte langsam mal wieder ein Spiel gewinnen.

GUIDO RADTKE FÜHRTE DAS GESPRÄCH

(RP)