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Bergischer HC: Trio sagt Bleiben zu - Weck bekommt Vertrag

Bergischer HC : Trio sagt Bleiben zu - Weck bekommt Vertrag

Am Freitag spielt Zweitliga-Spitzenreiter Bergischer HC beim HSC 2000 Coburg. Zuvor hat der Club personelle Weichen gestellt. Nur Coach Sebastian Hinze muss noch unterschreiben.

Eine Woche nach dem Derbysieg über die Rhein Vikings, mit dem der Bergische HC seinen Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz wieder auf acht Punkte ausbauen konnte, steht ein Jahresendspurt mit mächtig Kilometern auf dem Programm der Löwen. Am morgigen Freitagabend um 20 Uhr steht der Spitzenreiter in der Arena des immer besser in Form kommenden Mitabsteigers HSC 2000 Coburg auf dem Parkett. Am zweiten Weihnachtstag wird dann - zusammengerechnet - locker die 2000-Kilometer-Marke gepackt, wenn es zum Rückrunden-Auftakt beim HC Elbflorenz Dresden geht. "Zwei hohe Hürden", sagt BHC-Coach Sebastian Hinze - auch wenn ihm der Coburger Kader noch ein Stück mehr Respekt einflößt, als es die Sachsen tun.

Zur wöchentlichen Spieltag-Konferenz des BHC war diesmal auch Jörg Föste erschienen. Der Löwen-Chef kommt eigentlich nur zu solchen Anlässen, wenn Strategisches zu verkünden ist. Diesmal hatte der 57-Jährige gleich vier Personalien dabei. Jan Artmann und Maciej Majdziski verlängerten ihre Verträge bei den Löwen bis 2020, Rückraum-Shooter Fabian Gutbrod hat sogar bis zum Jahr 2021 verlängert. Damit haben die Löwen für die angestrebte Rückkehr in die Erste Bundesliga die komplette Mannschaft der Saison 2017/2018 bereits über das Saisonende hinaus gebunden.

Bis 2021 hat der BHC nun auch ein Talent mit einem ersten Profi-Vertrag gebunden, das in Gutbrods Fußstapfen treten könnte: Der gerade mal 17-jährige Jugend-Nationalspieler Alexander Weck wird auch nächste Saison noch in der A-Jugend spielen, aber komplett ins Training der Profis eingebunden sein.

"Damit ist gewährleistet, dass wir mit der kompletten aktuellen Mannschaft für die nächste Saison planen können", stellte Jörg Föste zufrieden fest. Abgeschlossen seien die Planungen, zumal bei einem Aufstieg in die Erste Liga, damit indes noch nicht.

Einzige offene Personalie für 2018/19 ist damit die des Trainers. So richtig offen dann aber doch nicht. "Im Prinzip sind wir uns einig. Man kann davon ausgehen, dass ich auch in der nächsten Saison BHC-Trainer bin", erklärte Sebastian Hinze, dass er nur noch keine Zeit zur Unterschrift unter den neuen Vertrag gefunden habe. "Nach den beiden Spielen wird das klappen", stellte der 38-Jährige klar, dass die Priorität bis zum zweiten Weihnachtstag auf der konkreten Arbeit liegt - erstmal auf dem aktuellen Siebten Coburg.

"Die Vorbereitung ist schwieriger geworden, weil sich zwei Coburger Leistungsträger am Sonntag in Emsdetten verletzt haben", erklärt Sebastian Hinze. Philipp Barsties ist im Innenblock eine Schlüsselfigur der Coburger 6:0-Deckung, der 30-jährige Schwede Tobias Varvne ist quasi das Coburger Pendant zu BHC-Spielmacher Linus Arnessen. Beide haben als Mittelmann bereits 75 Feldtore erzielt, Varvne hat dafür sogar zwei Spiele weniger benötigt. "Coburg hatte von Beginn der Saison an mit vielen Ausfällen zu kämpfen, sonst ständen sie deutlich besser in der Tabelle", ist Hinze überzeugt, dass die Truppe des langjährigen Hüttenberger Trainers Jan Gorr vor allem im Rückraum große Qualität mit viel internationaler Erfahrung aufbieten kann.

Nachdem am Sonntag Nordhorn daheim gegen den folgenden BHC-Gegner Dresden verloren hat, ist keine Mannschaft der Zweiten Bundesliga in eigener Halle ungeschlagen. Der HSC Coburg gehört aber wie der BHC zu den sieben Teams, die zuhause erst einmal verloren haben. 22:28 hieß es da gegen Hamm. "Sie haben aber schon starke Mannschaften wie Balingen oder Nordhorn in ihrer Arena klar geschlagen", sagt Hinze, der in der vergangenen Saison im Erstliga-Duell in Coburg ebenfalls mit 26:28 den Kürzeren zog. Auch damals im Dezember musste der BHC die Gastgeber in der letzten Viertelstunde ziehen lassen, scheiterte zu oft am erfahrenen Keeper Jan Kulhanek. "Wenn der einen guten Tag hat, kann er Probleme machen", weiß der BHC-Coach.

(RP)