Bergischer Hc: Sie sind froh, dass es schnell weitergeht

Bergischer Hc : Sie sind froh, dass es schnell weitergeht

Die Niederlage beim TBV Lemgo sorgt für etwas Bedrückung beim Bergischen HC, zumal ein Sieg drin gewesen wäre. Schon morgen geht es für den Handball-Erstligisten weiter. Gegen die Füchse Berlin ist der BHC klarer Außenseiter.

Die Niederlage beim TBV Lemgo hat Sebastian Hinze schnell analysiert. "Wir haben bis zur Halbzeit sehr gut gespielt", sagt der Trainer des Bergischen HC. "Danach haben wir zwei Unterzahl-Situationen schlecht bewältigt, und die Abwehrumstellung auf die 5:1-Variante hat leider nicht den erwünschten Effekt erzielt." Jan Artmann konnte die Rolle auf der vorgezogenen Position nicht so ausfüllen, wie es Christian Hoße in den Spielen zuvor gemacht hatte. Hinzes Pech: Hoße lag erkrankt im Bett. Den Vier-Tore-Rückstand konnten die Löwen nicht mehr aufholen.

"Ich würde es nicht als ärgerlichste Niederlage der Saison bezeichnen", sagt der Coach. "Aber die Stimmung beim Training war natürlich etwas bedrückter. Wir sind froh, dass wir schnell wieder spielen dürfen." Gegen die Füchse Berlin muss der BHC bereits morgen Abend in der Wuppertaler Unihalle ran. Unter dem Druck, gewinnen zu müssen, stehen die Gastgeber nicht. Die Berliner zählen zur Elite der Liga und sind klarer Favorit. "Uns geht es darum, eine Spitzenleistung hinzulegen und uns über 60 Minuten zu zerreißen", sagt Hinze. Was dann dabei herauskommt, ist zunächst zweitrangig.

Die Füchse Berlin um Manager Bob Hanning befinden sich auf dem Weg an die Tabellenspitze. Nur der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt haben weniger Minuspunkte. Mit Bartlomiej Jaszka verfügen die Hauptstädter über einen Weltklasse-Spieler auf der Mittelposition. Außerdem ist das Torhütergespann mit Silvio Heinevetter und Petr Stochl unvergleichlich stark. "Um eine kleine Außenseiterchance zu haben, dürfen wir natürlich nicht in eine solch schlechte Phase wie in Lemgo fallen", stellt Sebastian Hinze klar. "Es gilt, unsere weniger erfolgreichen Phasen irgendwie zu überbrücken und nicht plötzlich den Killerinstinkt vor dem Tor zu verlieren." Das ist freilich leichter gesagt als getan.

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Personell könnte Hinze im rechten Rückraum vor Problemen stehen. Kristian Nippes fällt bekanntlich längerfristig aus, doch auch um Max Hermann macht sich der Trainer Sorgen. "Er hat sich wohl eine Zerrung zugezogen. Wir müssen die Untersuchung noch abwarten." Sollte der Österreicher passen müssen, ist Duje Miljak als letzter groß gewachsener Linkshänder erste Wahl auf der Position. "Zwischendurch müssten wir es vielleicht auch mit einem Rechtshänder versuchen."

Christian Hoße ist nach überstandener Krankheit wieder fit und steht auch für die Aufgabe als vorgezogener Spieler einer 5:1-Deckung wieder zur Verfügung. Viktor Szilágyi hingegen ist durch einen Magen-Darm-Virus immer noch angeschlagen. "Wir werden sehen, wie belastbar er ist." Angesteckt hat sich im Übrigen niemand.

(trd)