1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen
  4. Sport
  5. Bergischer HC

Bergischer HC: Selbstbewusst in die Klingenhalle

Bergischer HC : Selbstbewusst in die Klingenhalle

Der Bergische HC rechnet sich im November gute Chancen aus. Drei der vier Partien sollten zumindest in Reichweite für den Handball-Erstligisten sein. Den Auftakt macht das Duell am Freitag in der Klingenhalle gegen den TuS N-Lübbecke.

Zum zweiten Mal in der laufenden Bundesliga-Saison tritt der Bergische HC zu einem Heimspiel in der Solinger Klingenhalle an. Die erste Partie verloren die Löwen gegen den TV Großwallstadt — und nach den starken Leistungen in der Wuppertaler Unihalle gegen den HSV Hamburg sowie den SC Magdeburg hat die Klingenhalle ein wenig von ihrer Magie eingebüßt. Sollte dem BHC eine Überraschung gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke gelingen, dürfte diese Momentaufnahme schon am Freitagabend wieder der Vergangenheit angehören. Das Solinger Publikum hat schließlich schon oft bewiesen, dass es die Klingenhalle zum Kochen bringen kann.

Damit hat auch der morgige Gegner bereits Erfahrung. Im Viertelfinale des DHB-Pokals war der TuS N-Lübbecke 2010 zu Gast in der Klingenhalle und wurde gleich zu Beginn unter ohrenbetäubendem Lärm kalt erwischt. HaDe Schmitz saß damals schon als Trainer auf der Bank des Bergischen HC. Auf die jetzige Vorbereitung hat das Pokalspiel jedoch überhaupt keinen Einfluss. "Das Spiel bringt uns nicht weiter. Wir müssen zusehen, dass wir eine gute Leistung bringen und alles investieren", sagt HaDe Schmitz. Der Coach sieht Lübbecke auf einem Level mit Göppingen, Melsungen oder Magdeburg. "Das sind Gegner, die wir an richtig guten Tagen schlagen können."

Dazu ist allerdings eine spielerische Glanzleistung notwendig. Weil sechs Spieler mit Nationalmannschaften unterwegs waren und vier weitere verletzt sind, war taktisch und spielerisch in der vergangenen Woche aber kein Training möglich. "Ich bin gespannt, wie sich das auswirkt", sagt Schmitz und meint es nicht einmal negativ. "Die Jungs haben bei den Nationalmannschaften sehr gut gespielt und sind mit einer guten Portion Selbstbewusstsein zurückgekommen. Das erste gemeinsame Training war sehr ordentlich." Zudem war der Coach mit den Trainingsleistungen der kleinen zurückgebliebenen Gruppe sehr zufrieden. "Wir haben vor allem konditionell hart gearbeitet."

Fit werden die Bergischen also sein. Trifft das auch auf den Kontrahenten zu ? Gestern Abend musste Lübbecke noch gegen den THW Kiel antreten. "Ich weiß nicht, ob das so einen großen Einfluss hat. Wir haben auch in Wetzlar gespielt und zwei Tage später gegen Hamburg ein gutes Spiel gemacht", sagt HaDe Schmitz. Viel wichtiger wäre es dem Coach, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen zu können. Von den vier Verletzten wird nur Fabian Böhm voraussichtlich wieder dabei sein. "Er trainiert wieder, und es könnte auch sein, dass ich ihn einsetze." Kristian Nippes setzt noch eine Partie aus, wird aber in Hildesheim zurückerwartet. Längerfristig ausfallen wird wohl Christian Hoße. "Seine Schulterverletzung ist wohl etwas komplizierter. Inzwischen wird eine Operation erwogen, was ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzen würde", erklärt Schmitz.

Handball-Bundesliga: Bergischer HC — TuS N-Lübbecke (Freitag, 19.30 Uhr, Klingenhalle).

(trd)