Bergischer HC: Positives Gefühl erleichtert die Vorbereitung

Bergischer HC : Positives Gefühl erleichtert die Vorbereitung

Dem Bergischen HC bleibt keine Zeit zum Durchatmen: Morgen führt den Handball-Erstligisten der Weg zum SC Magdeburg.

Ähnliche Worte waren in den vergangenen Wochen nach Spielen des Bergischen HC auf Pressekonferenzen oft zu hören gewesen. In der umfunktionierten Umkleidekabine der Balinger Sparkassen-Arena musste sie nicht Sebastian Hinze in seine Analyse einbauen, stattdessen erklärte sein Trainerkollege Marcus Gaugisch, dass Kleinigkeiten die Partie zugunsten des Konkurrenten entschieden haben. "Über das ganze Spiel gesehen war der BHC einen Tick cleverer und abgezockter." Sebastian Hinze hätte in diesem Moment durchaus lächeln können. Er tat es nicht, weil die 60 emotionalen Minuten nicht spurlos an dem Löwen-Coach vorbeigegangen waren.

Ähnlich sachlich kommentierte Jörg Föste den 29:27-Auswärtserfolg, der verhindert hat, dass der Aufsteiger mit der HBW Balingen-Weilstetten die Tabellenposition tauscht und sich zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag wieder auf einem der drei Abstiegsplätze wiederfindet. "In der Geschichte des BHC haben wir uns noch nie so intensiv auf ein Spiel vorbereitet wie dieses." Der Geschäftsführer hofft nun, dass dieser hart erarbeitete Sieg Rückenwind für die kommenden Wochen bringe.

Zeit zum Durchatmen bleibt keine. Die Rückfahrt war lang genug, um das lange vermisste Gefühl des Erfolges zu genießen. Am Mittwochabend wartet bereits die nächste Begegnung, die verbunden ist mit mehr als 800 Kilometern auf der Autobahn. "Der Sieg in Balingen erleichtert natürlich die Vorbereitung — zumindest was das Gefühl betrifft", gibt Sebastian Hinze zu. An der Arbeit an sich ändere sich nichts. "Alles wird genauso beleuchtet wie sonst: Was war gut, und was war schlecht ?" Wobei der Fokus in diesem Fall auf dem Positiven liege. Im Gegensatz zu anderen Wochenspielen wird der BHC-Tross das Abschlusstraining in Solingen absolvieren. Erst am Spieltag selbst erfolgt die Anreise, ein Zwischenstopp ist in einem Tageshotel eingeplant.

Nach dem klassischen Duell im Abstiegskampf wartet auf die Bergischen in Magdeburg eine ganz andere Herausforderung. "Wir sind krasser Außenseiter. Mit den beiden zuletzt gewonnenen Punkten können wir locker dorthin fahren." Keine Bedeutung spielt für Sebastian Hinze das mit 31:27 gewonnene Hinspiel. "Gegen uns haben damals fünf Leute gefehlt, das hat man gemerkt." Seit geraumer Zeit aber ist der Kader des SC Magdeburg wieder komplett und damit die Qualität in der Abwehr und beim Gegenstoß gegeben. "Bei uns muss schon alles passen, damit wir eine Chance haben werden." Das wiederentdeckte Selbstvertrauen könnte dabei eine bedeutende Rolle spielen.

Handball-Bundesliga: SC Magdeburg — Bergischer HC (Mittwoch, 20.15 Uhr, Getec-Arena).

(gra)
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