1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen
  4. Sport
  5. Bergischer HC

Bergischer HC: Pekeler vor Länderspiel-Debüt

Bergischer HC : Pekeler vor Länderspiel-Debüt

Im morgigen Heimspiel gegen die HSG Wetzlar dürfte Hendrik Pekeler besonders motiviert sein. Der Kreisläufer des Handball-Erstligisten Bergischer HC wurde vom Bundestrainer für die A-Nationalmannschaft nominiert.

Mit einem Anruf des Bundestrainers hatte Hendrik Pekeler gerechnet. Aber noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt. "Martin Heuberger hatte angedeutet, dass er mir irgendwann nach der Europameisterschaft eine Chance geben wollte", sagt der Kreisläufer des Bergischen HC. Nun bekommt der 20-Jährige sie bereits am 14. März in Mannheim beim Länderspiel gegen Island. Neben Patrick Wienczek (VfL Gummersbach) und Oliver Roggisch (Rhein-Neckar-Löwen) ist Hendrik Pekeler der dritte Mann für den Kreis im 17-köpfigen Aufgebot, aus dem er (vorläufig) Christian Theuerkauf verdrängt hat.

Im Rahmen des "Allstar Games" in Leipzig hatte Hendrik Pekeler vor wenigen Wochen das letzte Mal das Nationaltrikot getragen — zusammen mit Teamkollege Kristian Nippes allerdings nur in der wiederbelebten B-Auswahl. Als sechsfacher Torschütze hatte der Junioren-Weltmeister eine gute Empfehlung für höhere Aufgaben abgegeben. "Hendrik Pekeler sehe ich als Perspektivspieler", sagt Martin Heuberger. "Bei den Junioren hat er schon gezeigt, was er zu leisten imstande ist. Und durch viele Einsatzzeiten beim Bergischen HC hat er sich gut entwickelt."

Hendrik Pekeler weiß gut einzuschätzen, dass seine Nominierung auch ein Verdienst seiner Teamkollegen ist. "Am Kreis hängt alles davon ab, wie viel Druck und Gefahr aus dem Rückraum kommt. Diesbezüglich wird ganze Arbeit geleistet." Anfangs hatte "Peke" in erster Linie von Anspielen Henrik Knudsens profitiert, mittlerweile harmoniert aber auch das Zusammenspiel mit Alexander Oelze, Runar Karason oder Kristian Nippes vorzüglich. Hendrik Pekeler bezeichnet das als ganz normalen Prozess, den die Mannschaft in dieser Saison durchmachen musste. "Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase, in der wir alle viel zu lieb agiert haben, sind wir angekommen. Wir spielen härter und gehen das Tempo mit."

"Wir schauen nach vorne"

So wie zuletzt gegen den TV Großwallstadt. Ärgerlich sei nur gewesen, dass bei der 23:24-Niederlage kein Punkt geholt wurde. "Wir sind uns einig, dass wir uns keine Vorwürfe machen müssen", sagt Hendrik Pekeler im Namen der Mannschaft. "Wir haben nicht überhastet abgeschlossen, sondern hatten viel Pech bei den letzten Abschlüssen." Dem Selbstbewusstsein jedenfalls hat das Ergebnis nicht geschadet. "Wir schauen nach vorne und wollen nun gegen Wetzlar punkten, um Gummersbach auf Abstand zu bekommen."

Eine wichtige Rolle spielt dabei Carlos Prieto, neben dem Hendrik Pekeler seit anderthalb Wochen im Mittelblock agiert. "Von Training zu Training wird die Abstimmung immer besser", sagt der 20-Jährige über seinen neuen Lehrmeister. "Er weiß, wie man Abwehr spielt." Von der Erfahrung des Spaniers könne er für die Zukunft nur profitieren.

(RP/rl)