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Bergischer HC: Ohne Druck - aber mit Riesenchance

Bergischer HC : Ohne Druck - aber mit Riesenchance

Der Bergische HC benötigt noch einen Punkt zum Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga. Am liebsten würden die Löwen schon morgen bei den Füchsen Berlin zuschlagen, um damit ein Endspiel am Samstag zu vermeiden.

Für HBW Balingen-Weilstetten ist das Wunder ausgeblieben. Der Konkurrent des Bergischen HC im Kampf um den Klassenerhalt verlor mit 22:30 bei der SG Flensburg-Handewitt. Damit haben die Löwen nun zwei Matchbälle, um die Handball-Bundesliga aus eigener Kraft zu halten. Entweder die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze punktet morgen bei den Füchsen Berlin, oder sie ist am Samstag in der Klingenhalle gegen den TuS N-Lübbecke erfolgreich. Im Notfall würde es auch genügen, wenn die Balinger am letzten Spieltag nicht gegen den TBV Lemgo gewinnen.

An all das möchten Hinze und seine Truppe noch nicht denken. Der Fokus liegt auf Berlin und der großen Chance, dort eine Überraschung zu landen. "Denn genau das ist es, eine Riesenchance", meint der Trainer. "Von Angst kann überhaupt nicht die Rede sein." Warum auch ? Rückraumspieler Fabian Gutbrod bringt es auf den Punkt: "Wir können bei den Füchsen antreten, ohne gleich an die Wand gestellt zu werden, wenn es nicht so läuft, wie wir es uns alle wünschen".

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Unwahrscheinlich ist es schließlich, dass der BHC gegen die Berliner etwas holen kann. Doch zumindest stehen die Vorzeichen gut. Die Füchse haben gerade in heimischer Halle das Finalwochenende des EHF-Pokals mit einem etwas enttäuschenden dritten Platz hinter sich gebracht. Gestern durfte die Mannschaft auf dem Balkon des Reinickendorfer Rathauses ihren Sieg im DHB-Pokal und gleichzeitig den offiziellen Saisonabschluss feiern. Zwei Spieltage vor Schluss stecken den Berlinern also die Spiele des Wochenendes in den Knochen - und es geht für das Team nicht mehr um viel.

Sebastian Hinze rechnet freilich nicht damit, in der Max-Schmeling-Halle etwas geschenkt zu bekommen. "Es ist ihr letztes Heimspiel, und sie werden ein paar Handballer verabschieden, die sich bestimmt auch noch mal gut präsentieren wollen", erläutert der Coach. "Außerdem rechnen wir damit, dass sie komplett antreten werden." Das tritt auf den BHC hingegen nicht zu. Max Hermann fällt weiterhin aus. Außerdem stehen hinter den Einsätzen von Jan Artmann (Schulter), Duje Miljak (Knie) und Emil Berggren (Muskelfaserriss) Fragezeichen.

Das Ziel ist trotzdem klar. "Logisch, dass wir den Punkt am liebsten schon am Mittwoch holen würden", betont Hinze. Kräfte sparen werden die Löwen für das eventuelle Entscheidungsspiel am Samstag nicht. "So kurz vor Saisonende ist das ganz bestimmt nicht nötig." Sollte die Überraschung gelingen, erteilt der Trainer seinen Handballern die Erlaubnis zum Feiern. Geplant sei freilich nichts. Doch spontan ging es beim BHC schon in der vergangenen Saison zu, als der Verein in Erlangen den Aufstieg in die Erste Liga schaffte.

Akribisch haben sich die Löwen auf die Aufgabe vorbereitet. "Die Berliner stellen gerne die Abwehr um, wenn es bei ihnen mal nicht läuft", erläutert Hinze. "Wir hoffen, für jede Variante eine Lösung zu haben." Eine hervorragende Angriffsleistung sei ohnehin Pflicht, um gegen ein Spitzenteam der Bundesliga gewinnen zu können. "Damit wir sie in den Positionsangriff zwingen." Wenn dann auch noch die Torhüter einen guten Tag erwischen, kann der BHC das Stress-Spiel am Samstag vielleicht in einen entspannten Nachmittag verwandeln.

(trd)