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Bergischer HC: Oelzes Tore ärgern Nationalkeeper

Bergischer HC : Oelzes Tore ärgern Nationalkeeper

Lemgo – Bergischer HC 35:29 (21:16). Es herrschte Leere auf der Mannschaftsbank des Bergischen HC. Die Zahl der einsatzfähigen Akteure, die im gestrigen Testspiel gegen den TBV Lemgo als alternatives Personal zur Verfügung standen, war sogar kleiner als die der Offiziellen. Nach dem Sieg in der Vorbereitungspartie am Abend zuvor beim TuS N-Lübbecke (33:30) hatten sich am frühen Vormittag Kristian Nippes und Hendrik Pekeler gen Leipzig verabschiedet. Gemeinsam mit Lemgos Keeper Nils Dresrüsse reisten sie zum "Allstar-Game", wo sie heute zum Aufgebot der wiederbelebten B-Nationalmannschaft gehören.

Vor rund 600 Zuschauern in der fast ausverkauften Sparkassen-Arena in Versmold nahmen neben Keeper Mario Huhnstock anfangs Fabian Böhm und Richard Wöss Platz. Beide lösten Jan Behr im linken Rückraum und Jiri Vitek auf Rechtsaußen ab (21.), als sich der TBV Lemgo zum ersten Mal einen Fünf-Tore-Vorsprung erarbeitet hatte. Die Abwehr des Aufsteigers wirkte längst nicht so aggressiv und beweglich wie am Vorabend, so dass in der ersten Halbzeit jeder Versuch der Lipperländer ein Treffer war. Die Bergischen bekamen somit keine Gelegenheit, ihr Tempospiel aufzuziehen. Die Ausnahmen erfolgten erst in der Endphase des ersten Durchgangs beim 14:19 durch den jetzt nur noch im Mittelblock eingesetzten Jan Behr (Zweite Welle) und beim 16:20 durch Richard Wöss (Tempogegenstoß).

Offensiv musste der Aufsteiger einiges investieren, um gegen Carsten Lichtlein zum Erfolg zu kommen. Fast immer war es Alexander Oelze, der die Lücke erspähte und nutzte. Der in der Vorbereitung auftrumpfende Mittelmann schenkte dem Nationalkeeper die Tore ein, die besonders wehtun. Lichtlein hatte fast immer seine Finger im Spiel oder wurde getunnelt, bekam aber keinen Oelze-Versuch zu packen, sondern flog stets mit dem Ball hinter die Linie – sieben Mal in den ersten 20 Minuten mit einer hundertprozentigen Quote.

Mit Wiederbeginn verließ auch Mario Huhnstock seinen Platz auf der Bank. Zwischen die Pfosten gewechselt bekam der Schlussmann gleich die hart geworfenen oder freien Bälle zu packen, die Jan Stochl zuvor nicht hatte abwehren können. Eine ähnliche Aufholjagd wie sie der TBV Lemgo Anfang Dezember in der Klingenhalle umgesetzt hatte, wollte den Löwen allerdings nicht gelingen. Das Team von Trainer Dirk Beuchler – nahezu mit komplettem Kader vertreten – startet bereits am Dienstag gegen die SG Flensburg-Handewitt in die zweite Saisonhälfte und war deshalb mit den größeren Kraftreserven ausgestattet. Nach dem zwischenzeitlichen 21:23 (41.) transportierten die Lemgoer den Vorsprung sicher zum 35:29-Endstand.

(RP)