Bergischer HC : Neue Lücke auf Linksaußen

Trainer Ha De Schmitz sucht Alternativen für Jens Reinarz. Mehrere Wochen wird Handball-Erstligist Bergischer HC auf den 29-Jährigen verzichten müssen. Nach der Diagnose eines Hodentumors wurde er bereits erfolgreich operiert.

Die jüngsten Testspiele hatte der Bergische HC nicht nur ohne seine EM-Teilnehmer Runar Karason, Kenneth Klev und Jiri Vitek bestritten. Aus dem in der Heimat weilenden Kader fehlten zudem Spielmacher Henrik Knudsen und Jens Reinarz. Während der aufgrund von Knie- und Wurfarmproblemen geschonte Mittelmann vermutlich wieder im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres zur Verfügung steht, wird der Linksaußen dem Handball-Erstligisten etwas länger fehlen. Nach der Diagnose eines Hodentumors wurde der 29-Jährige bereits operiert.

"Die Diagnose war für Jens sowie sein enges privates und sportliches Umfeld ein Schock", sagt Manager Stefan Adam. Nachdem alle medizinischen Ergebnisse vorliegen und schon erste Reha-Maßnahmen ergriffen worden sind, sei jedoch schnell wieder großer Optimismus eingetreten. "Wir sind gemeinsam fest davon überzeugt, dass Jens bald wieder ins Team zurückkehren wird." Stefan Adam betont, dass bis dahin ausschließlich die Gesundheit an erste Stelle stehe.

Robin Teppich ist nicht gesetzt

Nach dem Ausfall des an der Schulter operierten Christian Hoße hinterlässt Jens Reinarz eine neue Lücke auf Linksaußen. Robin Teppich, als Ersatz für Hoße vom VfL Gummersbach geholt, ist somit plötzlich der einzige etatmäßige Akteur auf dieser Position. In den bisherigen Begegnungen der Vorbereitung allerdings hat der Neuzugang noch nicht das volle Vertrauen von Trainer Ha De Schmitz erhalten. Wie gegen Wisla Plock oder zuletzt in den beiden Partien im Rahmen des "Hessen-Cups" gegen Melsungen und Großwallstadt bevorzugte der Löwen-Coach auch gestern Abend in Dormagen die Suche nach Alternativen. In Frankfurt war es Allrounder Kristoffer Moen, der sich versuchte. Beim 29:25-Erfolg gegen den DHC Rheinland überließ Robin Teppich nach einer Halbzeit und zwei Treffern die Position auf Linksaußen Max Weiß. Der Kreisläufer erfüllte die ungewohnte Aufgabe sehr gut. Sein erstes Tor als Linksaußen hatte Weiß nach einem Abpraller erzielt. Zwei weitere Treffer ließ er in der Endphase aus dem Spiel heraus folgen, als sich der Erstligist von 24:23 auf 27:23 entscheidend absetzte.

Ha De Schmitz gefiel diese Variante, zumal Max Weiß als zweiter Kreisläufer fungieren könne. Von Robin Teppich erwartet der Coach jedoch, dass dieser deutlich mehr zeige. "In der Ersten Liga geht es nicht nur ums Tore werfen."

(RP)