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Bergischer Hc: Mit 81 Treffern ins Finale des Linden-Cups

Bergischer Hc : Mit 81 Treffern ins Finale des Linden-Cups

Lediglich zehn Minuten hatte der Bergische HC am zweiten Turniertag Probleme. Dann machte der Handball-Erstligist kurzen Prozess mit der HSG Kleenheim und auch der MSG Linden.

Dieser Schrei ließ das Schlimmste befürchten. Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler blieb Mario Huhnstock gekrümmt auf dem Boden liegen und hielt sich das Knie. "Es hat höllisch wehgetan", erklärte der Keeper des Bergischen HC, der nach einer mehrminütigen Behandlung nur leicht humpelnd das Spielfeld verließ. Obwohl Mario Huhnstock schnell wieder lachen konnte, verzichtete Trainer Sebastian Hinze gestern Abend in den beiden Spielen im Rahmen des "BERO Linden-Cups" gegen die HSG Kleenheim und die MSG Linden vorsorglich auf einen weiteren Einsatz seines Torhüters.

Als Mario Huhnstock unfreiwillig seinen Platz zwischen den Pfosten räumte, waren gerade erst zehn Minuten gespielt. Und der Bergische HC tat sich noch schwer gegen einen hochmotivierten Oberligisten, der zu diesem Zeitpunkt sogar mit 4:3 in Führung lag. Der Erstliga-Aufsteiger ließ sich nicht lange ärgern, sondern stellte die HSG Kleenheim mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung mit Christian Hoße auf der Spitze sowie Stanko Sabljic und Benjamin Meschke im Abwehrzentrum vor Probleme. Lösen konnte sich der haushohe Favorit allerdings erst, als die Ladehemmung in der Offensive abgelegt wurde. In kurzer Folge verzeichneten Meschke, Michael Hegemann und Alexander Oelze Pfostentreffer.

Nach dem 8:8 machten die Löwen ernst: Über 11:8 und 17:9 bauten sie den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 20:9 aus. Die letzten Treffer der ersten 30 Minuten resultierten ausschließlich aus Tempogegenstößen, bei denen Keeper Björgvinn Gustavsson Richard Wöss oder Christian Hoße mit pfeilschnellen Pässen in Szene setzte.

Abschnitt zwei war nur noch Formsache. Lediglich zwei Treffer ließ die defensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr bis zur 45. Minute zu. Mit präzise vorgetragenen Schnellangriffen über Jan Artmann (7) oder Arnor Gunnarsson (3/1) sowie guten Kreisanspielen über Max Weiß (3) und Stanko Sabljic (5) wurde das Ergebnis standesgemäß auf 40:19 hochgeschraubt.

Als harmloser Sparringspartner entpuppte sich in der unmittelbar folgenden Begegnung die MSG Linden. Mit einem 41:14 (21:5)-Kantersieg machte das Team um die Top-Torschützen Arnor Gunnarsson (7), Alexander Oelze (7/3) und Emil Berggren (6) den Einzug ins Finale des "BERO Linden-Cups" auch formell perfekt. Hier wartet heute Abend vor vermutlich vollem Haus mit der HSG Wetzlar ein deutlich anderes Kaliber.

(RP)