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Bergischer HC: Hoffen auf den optimalen Tag

Bergischer HC : Hoffen auf den optimalen Tag

Gegen den SC Magdeburg hat der Bergische HC erlebt, wie es ist, wenn alles klappt. Beim Pokal-Aus in Friesenheim setzte es prompt einen Dämpfer. Vor der schweren Partie in Göppingen will der Handball-Erstligist die Lehren ziehen.

Ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle macht Hoffnung. Der Bergische HC steht mit vier Punkten auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Nur zwei Plätze davor rangiert Frisch Auf Göppingen mit sechs Zählern.

Doch davon lässt sich BHC-Coach HaDe Schmitz nicht blenden: "Göppingen hatte sehr schwere Spiele. Außerdem ist die Mannschaft nicht umsonst Europapokalsieger geworden." Tatsächlich könnte es wohl bessere Situationen geben, um bei Frisch Auf Göppingen anzutreten. Die Mannschaft ist zu Hause in der EWS-Arena nach wie vor eine Macht und steht nach dem etwas verpatzten Saisonstart natürlich besonders unter Druck. Keine Frage, der Gegner wird heiß sein.

"Trotzdem fahren wir nicht mutlos dorthin", betont HaDe Schmitz. "Spielerisch gehören wir zu den besten Mannschaften. Wir haben genug Kondition, und wir wissen, wie stark wir sein können, wenn wir einen optimalen Tag erwischen." Gegen den SC Magdeburg war dies am vergangenen Wochenende der Fall. "Es war die Idealvorstellung. Die müssen wir anstreben — auch wenn wir sie nur selten erreichen werden."

Im Pokal bei der TSG Friesenheim war die Mannschaft am Mittwoch weit davon entfernt. Abgehakt sei das Thema noch nicht. "Wir denken noch viel darüber nach, aber wichtig ist ja vor allem, dass wir die richtigen Lehren daraus ziehen", erläutert der BHC-Trainer. "Ohne eine hundertprozentige Einstellung können wir nicht gewinnen. Auch nicht gegen eine Zweitliga-Mannschaft."

Leidenschaft und Aggressivität gehören im Spitzenhandball zur Tagesordnung. Wenn die fehlt, fällt es schwer, wieder ins Spiel zurückzufinden. "Wenn der Karren ein Mal den Berg herunterrollt, hält man ihn nicht mehr auf", sagt HaDe Schmitz. "Vor allem die Deckung war eine Katastrophe."

Positiv sei an der Niederlage nur, dass der euphorische Sieg gegen Magdeburg niemandem zu Kopf steige. "Eine Niederlage ist immer eine Möglichkeit, neu zu justieren", sagt der Coach. "Ich hoffe, das wirkt sich positiv auf den Bundesliga-Spielbetrieb aus. Wobei ich noch einmal betonen möchte, dass wir unbedingt weiterkommen wollten."

Personell steht Schmitz vor großen Problemen. Fabian Böhm, Christian Hoße, Henning Quade und Kristian Nippes fallen weiterhin verletzt aus. Dazu leiden Henrik Knudsen sowie Alexander Oelze unter Leistenproblemen. Und Jens Reinarz ist ebenfalls noch angeschlagen. "Aber die drei werden sicher spielen", kündigt der Trainer an.

Auf der anderen Seite warten erneut Handballstars auf die Löwen. Michael Haaß, Dragos Oprea und Christian Schöne sind nur einige der Spieler, die zum Stammkader der deutschen Nationalmannschaft gehören. "Von den Namen her ist die Sache klar, das war sie ja auch gegen Magdeburg", meint der Coach. "Aber im Handball zählen eben häufig nicht die Namen, sondern der Kopf."

(trd)