Handball: HSG Wetzlar chancenlos beim Bergischen HC

Handball-Bundesliga : Bergischer HC mit Abwehrarbeit nach Lehrbuch

Souverän verbucht der Bergische HC zwei weitere Punkte auf dem Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt. Den entscheiden Zwischenspurt auf dem Weg zum 26:22 (16:8)-Erfolg gegen die HSG Wetzlar gelang mit einer Neun-Tore-Serie vor der Pause.

Mit Stehenden Ovationen ist der Bergische HC in der ausverkauften Klingenhalle nach der ersten Halbzeit in die Kabine verabschiedet worden. Zwölf Minuten lang gestattete der Handball-Erstligist der HSG Wetzlar keinen Treffer – selbst erzielte der Tabellenachte in dieser Phase neun Tore in Serie. Die 16:8-Führung hatten sich die Löwen mit einer aggressiven und beweglichen Deckungsarbeit mehr als verdient.

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze einen 0:3-Fehlstart korrigieren müssen. Die Mittelhessen versuchten, ihren Gegner mit ewig langen Angriffen zu zermürben und damit zugleich das bei der Konkurrenz gefürchtete Tempospiel des BHC zu unterbinden. Das gelang den Gästen allerdings nur in der Startphase. Mit einer 4:0-Tore-Serie von Tomas Babak (3) und Max Darj waren die Löwen nur wenige Minuten später ebenfalls im Spiel angekommen.

Mit zunehmender Spieldauer wirkten die Mannschaft von Chefcoach Kai Wandschneider immer ratloser gegen eine Abwehr nach Lehrbuch. Selbst als Daniel Fontaine für Csaba Szücs neben Max Darj ins Deckungszentrum gerückt war, war kein Bruch zu erkennen. Und in der Offensive trafen die Gastgeber nach Belieben – allen voran Fabian Gutbrod, der den entscheidenden Zwischenspurt nach dem 7:8 (17.) als vierfacher Torschütze zum 11:8 einleitete.

Nach Wiederbeginn ließen die Bergischen ihren Kontrahenten zumindest wieder mitwirken, ohne in Gefahr zu geraten, das komfortable Polster der ersten Halbzeit zu verspielen. Der BHC brachte die Partie souverän zu Ende, obwohl einige gute Chancen noch liegengelassen und Beute von HSG-Keeper Till Klimke wurden. So gelang Wetzlar zumindest noch Ergebniskosmetik (26:22).

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