Handball-Bundesliga: Stabilität in der BHC-Defensive ist zurück

Handball-Bundesliga : Stabilität in der BHC-Abwehr ist zurück

Für das Heimspiel des Handball-Erstligisten Bergischer HC gegen den TBV Lemgo sind noch 300 Karten erhältlich.

Vor drei, vier Wochen war die Stimmung rund um den Bergischen HC nicht die beste. Auf der Zielgeraden hatte der Erstligist gegen Göppingen und in Ludwigshafen nach komfortablen Führungen lediglich zwei Unentschieden erreicht. „Sicherlich gab es in dieser Saison von uns schlechte Spiele, aber intern haben wir das schon differenzierter betrachtet“, sagt Christopher Rudeck.

Dessen Team hat die nunmehr zurückkehrende Euphorie rund um die Löwen durchaus registriert. „Die Halle soll ja wieder voll werden“, freut sich der Torhüter nach einer Reihe von „stabilen Leistungen“ über die Resonanz. Rund 300 Karten sind noch erhältlich – Anpfiff ist am Donnerstag um 19 Uhr in der Klingenhalle gegen den TBV Lemgo Lippe.

Die Mannschaft des früheren Solinger Handball-Profis Florian Kehrmann hatte Anfang Oktober im Pokal-Achtelfinale nach 18:19-Rückstand noch mit 27:24 gewonnen – aus Sicht des BHC folglich ein in jenem Monat nicht unvertrautes Muster. Kommt nun die Chance zur Revanche? „Nein, es ist ein anderer Wettbewerb“, antwortet Sebastian Hinze und hält ein Duell auf Augenhöhe für wahrscheinlich. Zwar sei Lemgo mit nur sechs Pluspunkten überraschend weit unten zu finden, der Trainer des Tabellenneunten sieht aber dennoch viel Qualität in Reihen des ostwestfälischen Dauerrivalen.

„Wir müssen eine hohe Aufmerksamkeit an den Tag legen“, fordert Hinze. Er weiß, dass die Außen Bjarki Mar Elisson – mit 101 Treffern bester Liga-Torschütze –, Bobby Schagen oder Isaias Guardiola reichlich Bälle klauen. Andrej Kogut lenkt nach längerer Verletzungspause wieder das Geschehen, mit Nationalspieler Tim Suton fehlt indes ein wichtiger Positionskollege. Internationale Erfahrung in Person der Schweden Jonathan Carlsbogard und Andreas Cederholm oder des Niederländers Fabian van Olphen sollen dem Deutschen Meister von 1997 und 2003 helfen, die Abstiegsregion schnell zu verlassen.

Dort hat sich der Bergische HC in dieser Saison nie befunden – auch, weil man die Stabilität in der Defensive wieder hergestellt hat. Sebastian Hinze: „Wir hatten sie vorübergehend für vier Wochen verloren. Warum, müssen wir in der Winterpause aufbereiten.“

Beim souveränen 31:25-Sieg in Stuttgart stand die Abwehr auf jeden Fall, was auch auf Lukas Stutzke zurückzuführen war. Der 21-Jährige festigte in Abwesenheit von Csaba Szücs den Innenblock der 6:0-Abwehr. Schon in der Scharrena stand der slowakische Routinier nach seiner Knochenverletzung wieder als Alternative zur Verfügung, konnte aber noch geschont werden. Daniel Fontaine, Leos Petrovsky, Arnor Gunnarsson und Tomas Mrkva fallen weiterhin aus, wobei man von einem Comeback der beiden Letzteren in diesem Jahr noch ausgeht.

Ohne den verletzten Mrkva bildet Christopher Rudeck das Torhüter-Gespann mit Joonas Klama aus der Zweiten. „Diese Situation haben wir in anderen Saisons auch schon gehabt“, bleibt der 25-Jährige cool. Der Keeper lobt das grundsätzliche Vertrauen durch Sebastian Hinze – gemeinsam und mit rund 2500 Fans im Rücken will man die 6:2-Punkte-Serie gegen Lemgo ausbauen.

(Boll)
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