Handball-Bundesliga: BHC hat viel Positives aus Leipzig mitgenommen

Handball-Bundesliga : BHC hat viel Positives aus Leipzig mitgenommen

Nach drei Niederlagen in Serie in der Meisterschaft steht am Mittwoch für den Bergischen HC das Achtelfinale im DHB-Pokal beim TBV Lemgo-Lippe an.

Am Donnerstag erzielte Handball-Erstligist Bergischer HC 32 Tore beim SC DHfK Leipzig, musste die Heimreise aber trotzdem ohne Punkt antreten. 35 Gegentreffer ließen die Löwen zu – das sind generell zu viele, um auswärts für einen Sieg in Frage zu kommen. Trotzdem herrscht beim Team von Trainer Sebastian Hinze Zuversicht.

Was ist in der Arena Leipzig geschehen ? Den Bergischen sind viele Dinge gelungen. Nach Ballgewinnen ging es mit viel Tempo und hoher Effizienz auf die andere Seite. Im Positionsangriff überzeugte die Mannschaft ebenfalls mit einer guten Quote. „Die Analyse ist eigentlich ganz kurz“, sagt Trainer Sebastian Hinze. „Wir können viel Positives mitnehmen, aber das Abwehr-Torhüter-Paket hat nicht gut genug funktioniert, um für Punkte in Frage zu kommen.“

Warum kassiert der BHC zum fünften Mal in Serie mindestens 30 Tore ? Die erste und zweite Aktion hat die Mannschaft oft gut verteidigt, dann aber oft doch noch den Treffer bekommen. In Leipzig hat das Torhütergespann Christopher Rudeck und Tomas Mrkva insgesamt vier Paraden geschafft. Damit wird es selten gelingen, in der Bundesliga zu gewinnen. Dennoch fehlt auch in der Abwehr die letzte Helferbereitschaft. „Diese brauchen wir“, meint Hinze. „Dass wir gegen Leipzig Zweikämpfe verlieren, war vorher klar. Wir haben in unserer Trainingseinheit am Samstag extrem daran gearbeitet.“

Wie schwer hat der Ausfall von Linus Arnesson gewogen ? Für den Coach ist die Sache klar: „Ich beschäftige mich nur mit Dingen, die ich beeinflussen kann.“ Dazu gehört der Ausfall des schwedischen Spielmachers freilich nicht. Fakt ist aber auch, dass Arnesson auf beiden Seiten des Feldes gefehlt hat. Im Angriff tat sich Tomas Babak, der an seiner Stelle Regie führte, gegen die 6:0-Abwehr schwer. In der Deckung fallen die Qualitäten des Schweden optisch oft gar nicht so sehr auf. Doch auch dort wurde er schmerzlich vermisst.

Auch Petrovsky und Fraatz fehlten. Wann sind sie wieder fit? Während bei Arnesson eine Entzündung des Magenschleimbeutels diagnostiziert wurde und er vielleicht schon am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale in Lemgo wieder dabei sein kann, wird Leos Petrovsky länger ausfallen. Eine Schambeinentzündung hat einen oft gleichermaßen schmerzhaften wie langwierigen Verlauf. David Schmidt, der zur neuen Saison zu den Löwen stößt, litt den gesamten Sommer darunter und hat erst kürzlich ins Spielgeschehen eingegriffen. „Ich rechne dieses Jahr nicht mehr mit Leos“, sagt Hinze. Yannick Fraatz hingegen war krank und dürfte schon bald wieder spielen.

Was machen die langzeitverletzten Majdzinski und Fontaine? Maciej Majdzinski trainiert wieder voll und hofft auf ein baldiges Comeback. Der BHC will natürlich kein Risiko eingehen und wartet nach überstandenem Kreuzbandriss lieber noch ein paar Tage länger. „Je mehr Sicherheit er im Training gewinnt, desto besser“, meint Hinze. Daniel Fontaine (Achillessehnenriss) kann wieder laufen, ist aber von der Teilnahme am Mannschaftstraining noch einige Wochen entfernt.

Am Mittwoch geht es zum TBV Lemgo-Lippe Wie wichtig ist das Pokalspiel? Seitdem der Bergische HC vor drei Jahren beim Final-Four in Hamburg dabei war, ist der Stellenwert im Club und seinem Umfeld riesig. Das scheint nicht überall so zu sein. So spielte der TVB Stuttgart bereits am Mittwoch vor lediglich 710 Zuschauern gegen den HC Erlangen und zog durch ein 30:26 ins Viertelfinale ein.

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