Handball-Bundesliga: Bergischer HC wahrt mit Rumpftruppe seinen Europa-Traum

Handball-Bundesliga : Bergischer HC wahrt mit Rumpftruppe seinen Europa-Traum

Mit dem 35:32 (20:15)-Erfolg bei GWD Minden sicherte sich der Tabellensiebte die letzte Chance, kommende Saison im EHF-Cup starten zu können – ein Sieg am letzten Spieltag gegen die SG Flensburg-Handewitt vorausgesetzt.

Das große Saisonfinale kann kommen – und der Bergische HC mischt als Aufsteiger in zwei der wichtigsten Fragen mit. Nach dem souveränen 35:32-Auswärtssieg bei GWD Minden lauern die Löwen vor dem letzten Spieltag punktgleich mit den Füchsen Berlin (38:28) und zwei Zähler hinter der MT Melsungen (40:26) auf Tabellenrang sieben. Damit lockt immer noch die Qualifikation für den EHF-Cup, sollten die HSG Wetzlar oder der SC Magdeburg Schützenhilfe leisten. Gleichzeitig ist der BHC am letzten Spieltag Zünglein in der Meisterfrage: Mit einem eigenen Sieg gegen Sptzenreiter SG Flensburg-Handewitt am Pfingstsonntag, 9. Juni, im Düsseldorfer ISS-Dome, könnten die Bergischen den THW Kiel zum Meister machen.

Kurz nach dem Anpfiff in der Mindener Kampa-Halle hatten die Zeichen allerdings schlecht gestanden, dass sich das Überraschungsteam der Saison überhaupt diese Ausgangssituation würde erhalten können. Trainer Sebastian Hinze standen kurzfristig kaum noch personelle Alternativen zur Verfügung. Zu den Langzeitverletzten Maciej Majdzinski, Daniel Fontaine und Max Darj gesellte sich erst Bogdan Criciotoiu mit einer Entzündung in der Schulter. Bei der Anreise klemmte sich Fabian Gutbrod im Mannschaftsbus einen Nerv ein, und nach seinem ersten Wurfversuch in der 3. Minute humpelte Linus Arnesson mit einer Adduktorenverletzung vom Feld.

“Die Jungs, die heute zur Verfügung gestanden haben, haben sich zu hundert Prozent an den Plan gehalten“, lobte Löwen-Chefcoach Sebastian Hinze. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit den Vorsprung über ein überragendes Tempospiel erarbeitet“ – was sich auch in der Zahl der 35 auswärts erzielten Tore bemerkbar macht. Zwei der Nutznießer waren die Außen Jeffrey Boomhouwer (5/1) und Arnor Gunnarsson, der zwölf Treffer erzielte.

Zur Halbzeit lag die BHC-Rumpftruppe mit 20:15 in Führung, weil die kompakte Abwehr mit Leos Petrovsky und Alexander Weck im Innenblock Mindener Ballverluste provozierte. Und weil die Rückraum-Akteure um Mittelmann Tomas Babak nicht berechenbar waren. Allen voran Alexander Weck, der sich für seine starke Defensivleistung bereits vor der Pause mit drei Treffern belohnte. Am Ende gingen vier Tore auf das Konto des 18-Jährigen.

In Durchgang zwei kamen die Ostwestfalen zwischenzeitlich zwar auf drei Treffer heran, mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit brachten die Löwen den Vorsprung jedoch sicher über die Zeit.

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