Handball-Bundesliga: Bergischer HC unterliegt Frisch Auf Göppingen

Handball-Bundesliga: Aufholjagd des Bergischen HC bleibt unbelohnt

Der Bergische HC verliert in einem Spiel mit einigen Höhen und Tiefen gegen Frisch Auf Göppingen mit 25:28 (11:14).

Ohne Vier ging der Bergische HC in sein viertes Heimspiel in Serie. An einen Akteur aus dem Verletzten-Quartett schickten die Teamkollegen beim Einlaufen in die Klingenhalle einen besonderen Genesungswunsch: „Gute Besserung, Maciej“ auf der Brust und jeweils die Nummer 14 auf dem Rücken stand auf den roten Shirts, die Linus Arnesson und Co. für Maciej Majdzinski allesamt übergestreift hatten.

6\. Minute Gegen seinen ehemaligen Verein bekam Bastian Rutschmann von Beginn an das Vertrauen geschenkt. Der BHC-Keeper zeichnete sich erstmals mit einer Parade aus, als sein Gegenüber Daniel Rebmann ebenfalls gerade zum ersten Mal spektakulär gegen Tomas Babak abgewehrt hatte. Arnor Gunnarsson per Siebenmeter und Jeffrey Boomhouwer von Linksaußen bringen ihr Team im Anschluss mit zwei Treffern in Führung (9\. / 4:2).

14\. Minute Sowohl die Bergischen als auch die Göppinger setzen in der Anfangsphase auf lange, kontrollierte Angriffe. Und beide Mannschaften überzeugen mit schnellen Rückzügen, so dass sich keine Gelegenheiten für einfache Treffer nach Schneller Mitte oder Tempogegenstößen bietet. Den ersten Schnellangriff der Begegnung läuft Arnor Gunnarsson zum 6:5\. In einer Überzahl-Situation nach einer Zeitstrafe gegen Ivan Sliskovic gelingen zwei weitere Ballgewinne, die Csaba Szücs (Zweite Welle) und Max Darj (ins leere Tor) zur 8:5-Führung verwerten.

21\. Minute Bastian Rutschmann zeigt sich in Topform. Neun Paraden sammelt der Schlussmann in den ersten 30 Minuten. Seine beste Parade gelingt ihm, als Marcel Schiller frei vor ihm auftaucht. In diesem Moment kann er noch das 7:9 verhindern, im Folgeangriff ist er gegen Sebastian Heymann machtlos.

28. Minute Als Leos Petrovsky Heymanns Treffer nach Schneller Mitte postwendend mit dem 10:7 beantwortet, scheint nichts darauf hinzudeuten, dass die Löwen das Heft so schnell aus der Hand geben könnten. In der Abwehr stellen Csaba Szücs und seine Nebenleute die Schwaben weiterhin mit einer soliden Leistung vor Probleme, jedoch kommen sie im letzten Drittel der ersten Halbzeit kaum dazu, sich zu formieren. Nun sind es Marcel Schililer, Sebastian Heymann oder Marco Rentschler, die die einfachen Treffer erzielen. In der Offensive fehlen plötzlich die Durchschlagskraft und die Ideen im Rückraum. Innerhalb von zwei Minuten ist der Vorsprung verspielt (23. / 10:10). Weitere fünf Minuten später nimmt Löwen-Coach Sebastian Hinze bereits seine zweite Auszeit, nachdem ein weiterer Angriffsversuch im Block hängengeblieben war (Bodgan Criciotoiu). Die Serie der sieben Gegentreffer beendet Leos Petrovsky erst danach zum 11:14.

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30\. Minute Die Möglichkeit zur Ergebniskorrektur noch vor dem Gang in die Kabinen verpasst Csaba Szücs. Sein direkter Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit fliegt nur knapp über die Latte ins Fangnetz. Die rund 2255 Zuschauer hatten schon zum Torjubel angesetzt.

40\. Minute Tomas Babak ist nach Wiederbeginn der Aktivposten im BHC-Angriff und hat mit seinen Aktionen maßgeblichen Anteil daran, dass die Löwen einen guten Start hinlegen (37\. / 15:16). Eine fragwürdige Zeitstrafe gegen den tschechischen Mittelmann bringen den Schwaben den Vorteil zurück: In Überzahl setzen sie sich wieder auf drei Treffer ab (19:16).

47\. Minute Mit stehenden Ovationen feiern die BHC-Fans den erfolgreichen Durchbruch von Csaba Szücs. Der nun auch in der Offensive eingesetzte Abwehrchef krönt die beste Phase in diesem Spiel  mit dem 21:21-Ausgleich. Mit sehenswerten Angriffsaktionen und beherzter Abwehrarbeit gelingen fünf Treffer in Serie zur 22:21-Führung.

58\. Minute Ein nicht geahndetes Fußspiel lädt Nemanja Zelenovic zum entscheidenden Tempogegenstoß ein. Statt eines möglichen Ausgleiches trifft der Göppinger zum 27:25\. Die letzten Versuche von Csaba Szücs und Max Darj gehen über das Frisch Auf-Gehäuse beziehungsweise an die Latte. So bleibt die Aufholjagd unbelohnt (25:28).

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