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Handball-Bundesliga: Bergischer HC mit vierter Niederlage in Serie gegen ein Spitzenteam

Handball-Bundesliga : Vierte BHC-Niederlage in Serie gegen ein Spitzenteam

Die MT Melsungen bleibt für den Bergischen HC ein nahezu unbezwingbarer Gegner: Trotz 31 erzielter Auswärtstore unterlagen die Löwen mit 31:32 (15:17).

Die Schleife konnte der Bergische HC auch nicht in der Schlussphase durchbrechen. Wie schon einige Male zuvor wurde ein Drei-Tore-Rückstand aufgeholt, ohne aber für die Wende sorgen zu können.

Sekunden vor Schluss kamen die Löwen nach einer erfolgreichen Wurffalle und eine Parade von Christopher Rudeck in Ballbesitz. Die letzte Chance auf den möglichen Ausgleich allerdings verpuffte, weil die Melsunger keinen Wurf mehr zuließen. Die Uhr tickte zum 31:32-Endstand auf Null herunter.

„Was gefehlt hat, war im Angriff die Effektivität im Überzahlspiel und in der Abwehr das Verteidigen der Übergänge von außen“, bilanzierte Löwen-Chefcoach Sebastian Hinze. Zudem habe sein Team in der ersten Halbzeit zu lange gebraucht, um die Übergänge von links zu lösen. „Und in der zweiten Hälfte haben wir es über eine 3:2:1-Abwehr zwar geschafft, dass Melsungen die Übergänge von rechts gespielt hat.“ Aber da habe seine Mannschaft zu viele Tore kassiert.

In der zweiten Halbzeit hatte der BHC mehrfach die Chance, das Spiel zu drehen und Melsungen richtig zum Nachdenken zu bringen. „Aber wir haben nicht zugeschlagen“, sagte Hinze.

BHC-Geschäftsführer Jörg Föste bezeichnete die Niederlage als „sehr unglücklich“, die er an vielen einzelnen Situationen festmachte. „Unter dem Strich waren wir von linksaußen nicht abgebrüht genug. Wir verwerfen zwei Freie in der ersten Halbzeit, haben dann durch Jeffrey Boomhouwer die Rote Karte, verwerfen noch mal einen Freien in der zweiten Hälfte und geben einen Kempa-Pass, anstatt aus großem Winkel abzuschließen.“

Boomhouwer hatte schon früh beim Stand von 6:8 für einen Kopftreffer gegen Heinevetter bei einem Siebenmeter Rot gesehen. Auf der anderen Außenbahn fehlte im Übrigen Arnor Gunnarsson. Weil die Geburt des zweiten Kindes unmittelbar bevorstand, war der Isländer in der Heimat geblieben.

(gra)