Handball: Bergischer HC zum Auftakt der Rückrunde beim TBV Lemgo

Handball-Bundesliga: Wiederholung unwahrscheinlich

Beste Erinnerungen hat der Bergische HC an sein perfektes Spiel gegen den TBV Lemgo Lippe. Am Sonntag ist in Ostwestfalen mit einer umkämpfteren Begegnung zu rechnen als beim 35:26-Erfolg.

35:26 endete das Hinspiel gegen den TBV Lemgo in der Klingenhalle. Der Bergische HC hatte ein nahezu perfektes Spiel hingelegt. „Das kann man schon so sagen, wenn man mit neun Toren Unterschied gewinnt“, meint Jeffrey Boomhouwer. „Aber jetzt sind die gewarnt vor uns. Lemgo wird Revanche wollen.“ Die Gelegenheit bietet sich am Sonntag, wenn die Löwen zum ersten Spiel der Rückrunde antreten.

Boomhouwer spielt derzeit unter Schmerzen. Im Fuß sammelt sich Flüssigkeit im Knochen, was den Niederländer ein wenig hemmt. „Trotzdem bin ich am Sonntag dabei“, sagt der Linksaußen. Ob das auch für Fabian Gutbrod gilt, der nach überstandener Adduktorenverletzung ins Training eingestiegen ist, steht noch nicht fest. „Er kann eine Option sein“, sagt Trainer Sebastian Hinze zurückhaltend. Mit Csaba Szücs (Innenbandverletzung) ist noch nicht zu rechnen. Die Langzeit-Ausfälle Daniel Fontaine und Maciej Majdzinski fehlen sowieso.

Während Hinze personell noch improvisieren muss, hat Trainerkollege Florian Kehrmann derzeit keine großen Probleme. Isaias Guardiola ist noch verletzt, der Rest des Kernkaders steht beim TBV zur Verfügung. „Die Konfiguration in Lemgo ist ähnlich wie unsere“, beschreibt Hinze. „Sie sind breit aufgestellt und spielstark. Viel läuft über Tempo.“ Das gilt es, zu unterbinden. „Dafür müssen wir etwas basteln“, sagt der 39-Jährige. „Die Schnelle Mitte dürfen wir nicht zulassen. Es wird nicht darum gehen, einzelne Spieler aufzuhalten, sondern die gegnerische Spielidee zu knacken.“

Der Coach ist zuversichtlich, dass dies gelingen kann. „Wir mussten im Dezember aufgrund der personellen Situation unser System völlig über den Haufen werfen. Aber den Jungs ist es bisher sehr gut gelungen, genau das abzurufen, was wir uns vorgenommen hatten.“ In Flensburg zum Beispiel verloren die Löwen ihren Fokus nicht, obwohl die Gastgeber zwei Mal davonzuziehen drohten. „Da hatten wir  plötzlich etwas zu verlieren. Und wir sind sehr gut damit umgegangen. Jeder wusste, was er zu tun hat. Das haben wir auch in der Analyse sehr positiv hervorgehoben“, blickt der Coach zurück.

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Lemgo befindet sich derzeit in guter Form. Aus den letzten vier Partien holten die Ostwestfalen sieben Punkte. „Sie spielen eine stabile Saison“, findet Hinze. „Bei uns allerdings haben sie ein schlechtes Spiel gemacht.“ Beim 35:26 gelang den Löwen fast alles, dem Gegner nahezu gar nichts. Eine Wiederholung dieses Ergebnisses ist daher unwahrscheinlich.

Die personelle Planung für die Partie ist noch nicht abgeschlossen. Während Arnor Gunnarsson seinen Infekt erwartungsgemäß überstanden hat und der 18-jährige Alexander Weck gesetzt ist, steht hinter Lukas Stutzke ein Fragezeichen. Der 20-jährige Leistungsträger von Bayer Dormagen ist mit dem Zweitligisten am Freitag beim HC Rhein Vikings in Einsatz. „Er wird am Samstag bei uns im Abschlusstraining sein“, sagt Hinze. Danach fällt die Entscheidung, ob er von seinem Zweitspielrecht Gebrauch machen wird.

In die Winterpause geht es danach allerdings noch nicht. Am 2. Weihnachtstag ist die etwas schwächelnde TSV Hannover-Burgdorf zur finalen Begegnung des Jahres zu Gast in der Wuppertaler Unihalle.

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