Handball: Bergischer HC kratzt am Flensburger Nimbus

Handball-Bundesliga: Bergischer HC kratzt am Flensburger Nimbus

Lange hat der Bergische HC bei der SG Flensburg-Handewitt um den Sieg gekämpft. Bei der 23:25 (11:9)-Niederlage präsentierte sich der amtierende Deutsche Meister am Ende abgezockter.

Jede Reise, die den Bergischen HC in der Vergangenheit an die dänische Grenze geführt hatte, war mit hohen Niederlagen zu Ende gegangen. Das Duell dieser Saison aber verlief ganz anders: Die Löwen waren nicht weit davon entfernt, der SG Flensburg-Handewitt zum ersten Mal in der Hinrunde einen oder gar zwei Punkte abzuknöpfen.

„Wir hatten lange Kontrolle über das Spiel“, sagte BHC-Trainer Sebastian Hinze, der ein wenig enttäuscht war über die 23:25-Niederlage. Sein Team hatte in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich sogar mit fünf Treffern in Führung gelegen und bis zur 19. Minute lediglich zwei Treffer der Norddeutschen zugelassen. Das lag in erster Linie an Christopher Rudeck, der gegen seinen ehemaligen Verein mit einer Fangquote von 80 Prozent in den ersten 20 Minuten eine überragende Leistung bot.

Der BHC spielte im Positionsangriff geduldig, und ihr gefürchtetes Tempospiel konnten die Flensburger lange Zeit nicht aufziehen. Mit einer 11:9-Führung ging es in die zweite Halbzeit, in der es die Löwen nach dem 14:12 erwischte. Nach drei Treffern in Serie übernahm der Tabellenführer zum ersten Mal die Führung.

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Der BHC spielte unbeeindruckt weiter. Kristian Nippes hatte gerade zum 18:17 getroffen, als die Gäste einen Ballgewinn verzeichneten und einen Tempogegenstoß starteten. Statt jedoch auf 19:17 zu erhöhen, folgte ein Fehlpass und umgehend der Ausgleich. Nach weiteren Ballverlusten des BHC und einigen Paraden von SG-Keeper Benjamin Buric legte der Favorit den entscheidenden Zwischenspurt ein (23:19) – auch wenn die Löwen in der Schlussphase noch einmal auf zwei Treffer verkürzten.

Die SG Flensburg-Handewitt hat somit als drittes Team in der 52-jährigen Bundesliga-Geschichte eine makellose Hinrunde hingelegt. Das 25:23 (9:11) bedeutet den 17. Sieg im 17. Spiel. Dieses Kunststück war zuvor nur dem TBV Lemgo in der Saison 2002/03 und dem THW Kiel in der Spielzeit 2011/12 gelungen.

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