Bergischer HC : Härtetest in Rotenburg

An zwei Turnieren nimmt der Bergische HC in den nächsten Tagen teil. Der heute beginnende "EWV-Cup" in Würselen ist ein Aufgalopp für den "Sparkassen-Cup". Ab Dienstag trifft der Handball-Erstligist auf Weißrussland, das slowakische Spitzenteam RK Celje und den TV Hüttenberg.

Wenig glücklich war Ha De Schmitz vor einem Jahr über die Auslosung der "Sparkassen-Cups" gewesen. Die Auslosung bei dem renommierten Handball-Turnier in Hessen und Thüringen hatte dem Bergischen HC damals ausgerechnet den DHC Rheinland beschert, gegen den während der Vorbereitung ohnehin schon einige Tests vereinbart worden waren.

Und den HSC Coburg, gegen den die Schmitz-Truppe wenige Wochen später gleich zu Saisonbeginn antreten musste. Immerhin war da noch der Erstligist TuS N-Lübbecke als vierter Vorrunden-Gegner gewesen.

Am Ende stand die ernüchternde Bilanz von drei Niederlagen, die Ha De Schmitz rückblickend mit dem intensiven Trainingspensum in den Tagen zuvor erklärt. "Das wird uns so nicht noch einmal passieren", sagt der Coach, der den Neu-Erstligisten ab Dienstag etwas anders vorbereitet in die drei Gruppenspiele in Rotenburg an der Fulda schicken will.

Das hat auch mit der Qualität der Gegner zu tun, die eine ganz andere ist als im Vorjahr. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass die Löwen die Vorrunde womöglich abermals ohne Sieg abschließen werden. Aber selbst die erstmalige Qualifikation für das Halbfinale scheint je nach Stand der Vorbereitung des Nationalteams von Weißrussland, des Europapokal-Teilnehmers RK Celje und des Mitaufsteigers TV Hüttenberg nicht unmöglich.

Favorit beim "EWV-Cup"

Angesichts dieser Konkurrenz in Rotenburg erscheint der heute beginnende "EWV-Cup" in Würselen ein lockerer Aufgalopp. Als einziger Erstligist unter den acht teilnehmenden Mannschaften gilt der BHC als Favorit auf den Sieg beim Turnier des TV Weiden. Wie schon am Mittwoch müssen sich die Löwen gegen den ASV Hamm-Westfalen beweisen.

Zweiter Konkurrent um den Einzug ins Halbfinale ist Zweitligist TV Korschenbroich, der nach dem Abgang von Torjäger David Breuer unter dem neuen Trainer Jörn Ilper im Umbruch steckt. Als Gastgeber ist Mittelrhein-Oberligist TV Weiden morgen Vormittag der letzte BHC-Gegner. In der Parallelgruppe sind die Zweitligisten HSG Düsseldorf, TuSEM Essen und TV Emsdetten sowie Drittligist TuS Ferndorf vertreten.

Egal ob in Würselen oder in Rotenburg — in allen Begegnungen wird Ha De Schmitz weiter an der offensiv ausgerichteten Deckung arbeiten lassen. "Eine defensive 6:0-Variante, wie wir sie in der vorigen Saison manchmal praktiziert haben, werden wir in der Bundesliga nicht spielen können."

Noch gefällt es dem Löwen-Coach nicht, wie seine Mannschaft das 5:1-System umsetzt. "Wir müssen den Ballbesitzer gnadenlos angreifen und ihn direkt zumachen, bevor er den Ball annimmt." In den nächsten Tagen bietet sich reichlich Gelegenheit, das zu üben.

(RP)