Bergischer HC: Es ist bereitet für den vorzeitigen Aufstieg

Bergischer HC: Es ist bereitet für den vorzeitigen Aufstieg

Der Bergische HC muss gegen die HSG Nordhorn hart dafür kämpfen, dass mit dem 33:28 (15:13)-Erfolg die Auswärtsweste weiß geblieben ist.

Die Worte waren dieses Mal so gut gewählt, dass sich Sebastian Hinze nicht sträuben musste, die Gratulation seines Trainerkollegen Heiner Bültmann anzunehmen. "Glückwunsch zum Sieg und zum kurz bevorstehenden Aufstieg", sagte der Coach der HSG Nordhorn-Lingen nach dem 33:28 (15:13)-Erfolg des unangefochtenen Tabellenführers der 2. Handball-Bundesliga.

Dank der Schützenhilfe der DJK Rimpar Wölfe vor zwei Tagen gegen den VfL Lübeck Schwartau (24:23) können die Löwen am kommenden Freitag, 20. April, in der Klingenhalle die Rückkehr ins Oberhaus vorzeitig perfekt machen. Mit einem Sieg gegen den Wilhelmshavener HV wäre der BHC sieben Spieltage vor Saisonende nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze zu verdrängen.

Im mit 2472 Zuschauer gut besuchten Nordhorner Euregium musste das Team von Trainer Sebastian Hinze allerdings hart für diese Ausgangsposition kämpfen. "Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden und den Spielfluss des Gegners früh gestört." Dann allerdings übernahm Lutz Heiny beim Tabellenachten das Heft in die Hand und war fortan nur schwer unter Kontrolle zu bekommen. "Eigentlich haben wir es nie geschafft", musste Hinze zugeben. Der vierfache Torschütze setzte immer wieder seine Nebenleute gut in Szene oder holte eine der vielen Zeitstrafen heraus.

  • Bergischer HC : Bergischer HC im Doppelpack

An den acht Hinausstellungen der souverän agierenden Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies gab es nichts zu kritisieren. Wohl aber am Auftreten der Bergischen in Unterzahl. "Wir haben diese Phasen nicht so gut gelöst wie sonst", analysierte Sebastian Hinze. Csaba Szücs konnte dem nicht widersprechen: "Es gibt halt solche Tage, in denen es mal besser, mal schlechter läuft", sagte der Routinier. Er machte das aber auch an der Leistung der Nordhorner fest, die unangenehm mit ihrer 6:0-Abwehr zu spielen sind. "Wir konnten von Glück reden, dass Björn Buhrmeister heute nicht so überragend gehalten hat wie üblich."

Die Torhüter waren auf beiden Seiten nicht der entscheidende Faktor. Es war die Qualität und die Geduld in der Offensive, die in einer bis in die Schlussphase hart umkämpften Begegnung den Ausschlag gegeben haben. "Wir sind in der Offensive über die gesamte Zeit diszipliniert geblieben", lobte Hinze. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es etwa der sechsfach erfolgreiche Maximilian Bettin, der in Szene gesetzt wurde und so die Führung zumindest bis zur 39. Minute Bestand hatte. In der entscheidenden Phase wiederum war es Linus Arnesson, der den vermutlichen K. o.-Treffer zum 26:24 (49.) setzte. Das hat die Körpersprache der Gastgeber deutlich verraten. "Es verdient größten Respekt, mit welcher Ruhe der BHC seine überragende Lösungen gefunden hat, um das Spiel noch so deutlich für sich zu entscheiden", erklärte Heiner Bültmann.

Dass der BHC ein einziges Mal in Rückstand geraten war (40. / 20:21), hatte im Übrigen auch damit zu tun, dass der neue Innenblock nach dem Ausscheiden von Kristian Nippes ein paar Minuten benötigte, um sich wieder einzuspielen. Der Kapitän hatte sich bei einer Aktion den Finger ausgekugelt. Der Nordhorner Mannschaftsarzt brachte Nippes sofort ins Krankenhaus, wo der Finger eingerenkt wurde. "Die letzten fünf Minuten habe ich so wieder in der Halle verfolgen können." Die beste Phase, wie Maciej Majdzinski (2), Milan Kotrc und Arnor Gunnarsson mit hohem das Ergebnis entscheidend auf 31:25 (55.) gestellt hatten, hatte er gerade verpasst.

(gra)