Bergischer HC: Die Überraschung bleibt aus

Bergischer HC : Die Überraschung bleibt aus

Mit freiem Kopf und dem Glauben an eine Überraschung war der Bergische HC zum Spiel der Handball-Bundesliga beim THW Kiel gefahren, doch der Rekordmeister bleibt zu Hause eine Macht: Mit 38:29 (13:19) mussten sich die Gäste am Ende deutlicher als nötig geschlagen geben.

In Halbzeit eins hatte das Team von Trainer Sebastian Hinze den ungeachtet allen Krisengeredes haushohen Favoriten gehörig ins Schwitzen gebracht. Zwar lagen die Kieler nach rund sechs Minuten mit 5:1 in Front, doch die Bergischen kämpften und gestalteten die Partie danach ausgeglichen. Der erneut stark auftrumpfende Spielmacher Alexander Oelze markierte das 7:11, Alexander Hermann legte das 8:11 nach. Und der österreichische Halblinke war es auch, der nach rund 20 Minuten das 10:13 aus Sicht der Bergischen erzielte - Kiels Trainer Alfred Gislason reagierte darauf und nahm seine erste Auszeit.

Bereits kurz zuvor hatte der Isländer jedoch einen wichtigen Wechsel für sein Team vorgenommen und Nikolas Katsigiannis für Niklas Landin ins Tor beordert. Der neue Keeper wurde zwar von Arnor Gunnarsson zum 11:13 und von Maximilian Hermann zum 12:14 prompt zwei Mal überwunden, steigerte sich aber hernach: Gegen Alex Hermann und Gunnarsson parierte er und legte so den Grundstein dafür, dass die Kieler noch vor der Halbzeit wieder entscheidend davonziehen konnten.

Nach dem Seitenwechsel parierte Katsigiannis dann gleich gegen Jan Artmann, im Gegenzug stellte der THW durch Steffen Weinhold auf 20:13 - der nächste Nackenschlag. Und von diesem sollte sich der BHC nicht mehr erholen, das 27:17 nach rund 39 Minuten bedeutete den ersten Zehn-Tore-Vorsprung des Deutschen Meisters. In der 48. Minute gab Hinze beim klaren 21:32-Rückstand seinem 20-jährigen Torwart Christopher Rudeck Spielpraxis, die er für einige starke Paraden nutzen konnte. Mehr war aber auch an diesem Abend nicht in Kiel zu holen - die Überraschung blieb aus.

(ame)