1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen
  4. Sport
  5. Bergischer HC

Bergischer Hc: Die Suche nach der nötigen Stabilität

Bergischer Hc : Die Suche nach der nötigen Stabilität

In der Klingenhalle möchte der Bergische HC am Samstag Abend die nächsten Punkte auf dem Weg Richtung Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga sammeln. Doch die Handballer sind gewarnt vor einer zuletzt erstarkten HG Saarlouis.

Neun Spiele muss der Bergische HC in dieser Zweitliga-Saison noch absolvieren. Die Hochrechnungen sind verheißungsvoll. Bereits jetzt haben die Löwen einen komfortablen Vorsprung von neun Minuspunkten gegenüber dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz. "Wir werden trotzdem auf keinen Fall die Punkte runterzählen, die uns noch fehlen", meint Sebastian Hinze. Der Trainer des Bergischen HC macht das, was er während der gesamten Spielzeit gemacht hat: die volle Konzentration auf das nächste Spiel legen. Das hat schließlich mit ganz wenigen Ausnahmen hervorragend geklappt. Noch nie hat sich der BHC zum Beispiel hochnäsig gegenüber einem Kontrahenten präsentiert.

Es ist also unwahrscheinlich, dass dies gegen die HG Saarlouis passiert. Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass der BHC klarer Favorit ist. Die Saarländer haben sich gerade erst aus der schlimmsten Abstiegsmisere befreit und mit dem zwölften Platz den Anschluss ans Mittelfeld wieder gewonnen. "Das macht sie gefährlich. Sie haben einen guten Lauf", weiß Hinze. Einem Punkt beim ASV Hamm-Westfalen und einem Heimsieg gegen die SG Leutershausen, war sogar ein Überraschungserfolg über die HSG Nordhorn-Lingen vorausgegangen. Warum sollten die HGS-Handballer nicht an eine Sensation im Bergischen Land glauben? "In der Vergangenheit lief das komplette Spiel über Danijel Grgic", erklärt der BHC-Trainer. "Inzwischen haben sie Alternativen und können sogar seinen Ausfall kompensieren."

Im Hinspiel in Saarlouis hat sich der Bergische HC in der ersten Halbzeit extrem schwergetan und sogar mit 15:16 zurückgelegen. "Wir haben das Spiel dann über Abwehr und Gegenstoß, sowie aufgrund einer starken Torhüter-Leistung von Jan Stochl mit 32:24 gewonnen", blickt der Coach zurück. Auch diesmal wird einer der Hauptschlüssel in der Deckung liegen. "Zuletzt hat uns immer wieder die Abwehrstabilität über die vollen 60 Minuten gefehlt", sagt Hinze. "Die wollen wir gegen Saarlouis natürlich wiederfinden."

Während der Trainingswoche hat die Mannschaft nochmals verstärkt an der Umsetzung der Grundregeln in der Abwehr gearbeitet. "Immer wenn wir die umgesetzt haben, hat es eigentlich sehr gut geklappt. Man merkt natürlich, dass uns Max Weiß fehlt." Der Kreisläufer muss die heutige Begegnung mit seiner Schulterverletzung noch aussetzen. Nach der spielfreien Woche soll er aber wieder dabei sein.

Alle anderen sind pünktlich für die Partie wieder einsatzbereit. Alexander Oelze und Christian Hoße konnten krankheitsbedingt unter der Woche zwar kaum trainieren, sind aber beide wieder fit. Außerdem ist Sebastian Hinze froh, dass mit Fabian Bohnert ein etatmäßiger Kreisläufer zur Verfügung steht. Die Adduktorenzerrung hat sich nicht als zu schlimm erwiesen. Ein wenig wechseln muss der Coach am Kreis natürlich trotzdem. "Wir haben unsere Alternativen in Viktor Szilagyi, Michael Hegemann oder Emil Berggren, wenn Fabian eine Pause benötigt." Wichtig wird vor allem eine gewisse Sicherheit sein. Gegen die extrem offensive 3:2:1-Deckung des Gegners steht ein Durchsetzen der Spielkontrolle im Vordergrund. "Wir müssen es unbedingt vermeiden, in den Stress zu geraten, den der Gegner bei uns erzeugen möchte", erläutert der Coach. "Wenn wir erst einmal hektisch sind, hat uns die HG Saarlouis da, wo sie uns haben möchte."

(trd)