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Bergischer Hc: Die Halle zum Schweigen bringen

Bergischer Hc : Die Halle zum Schweigen bringen

Erst einen Punkt hat der Bergische HC auswärts geholt. In Hamburg würden die Löwen dies gerne ändern. Um beim HSV Handball eine Chance zu haben, muss beim Team von Trainer Sebastian Hinze aber alles funktionieren.

Mit 15:15-Punkten steht der Bergische HC auf dem zehnten Platz der Handball-Bundesliga. Die Tordifferenz von minus 37 spiegelt den Saisonverlauf hervorragend wider. Die knappen Spiele haben die Löwen fast alle gewonnen, während Niederlagen zumeist deutlich ausfielen. "Wenn wir schlechte Spiele haben, fehlen uns derzeit noch die Werkzeuge, um die Situation zu lösen", erklärt Trainer Sebastian Hinze.

Eines dieser Werkzeuge trägt den Namen Viktor Szilágyi. Der wird auch morgen beim HSV Handball aufgrund seiner Daumenverletzung nicht dabei sein. Alexander Oelze trägt also erneut die Verantwortung auf der Spielmacher-Position. "Damit wir in der Bundesliga gewinnen können, müssen viele Faktoren zusammenkommen", sagt Hinze. "Unser System muss funktionieren, zwei oder drei Spieler müssen in sehr guter Form sein, und die Einstellung sollte immer bei hundert Prozent liegen." Nur Letzteres hat auswärts immer gestimmt. "Wobei wir kein Spiel dabei hatten, bei dem ich mich wirklich geärgert habe", stellt der Coach klar.

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Auch in Hamburg sind die Bergischen gewiss kein Favorit. Die Mannschaft ist zwar nicht ganz so stark, wie in vergangenen Spielzeiten, doch "die erste Sieben hat immer noch Champions League-Qualität". Dahinter hat sich der HSV qualitativ verschlechtert. Dass der BHC die Hamburger knacken kann, hat er zu Beginn der vergangenen Saison beim sensationellen Heimsieg in der Klingenhalle bereits bewiesen. "Ich erinnere mich gerne daran zurück", sagt Kreisläufer Max Weiß. "Aber das war natürlich noch eine ganz andere Mannschaft." Die Situation ist nicht vergleichbar.

In heimischer Halle ist es den Löwen stets gelungen, über Emotionen und mit den Zuschauern im Rücken ins Spiel zu finden. Auswärts fehlte diese Qualität oft. "Bewusst nimmt man als Spieler den Faktor Zuschauer nicht wahr", erklärt Max Weiß. "Aber es hilft bestimmt." Sicher ist sich der Handballer, der für seinen unbändigen Willen bekannt ist, nicht, warum es auswärts in dieser Saison noch nicht so gut läuft. "Zu Hause hat jede Mannschaft ihren gewohnten Ablauf. Das spielt auch eine Rolle." Diesen Ablauf gelte es, zu durchbrechen. "Es ist auch eine große Motivation, die Halle dort zum Schweigen zu bringen." Mehr als 6 000 Zuschauer besuchen im Schnitt die Hamburger o2 World. "Es ist immer wieder schön, dort zu spielen." Am liebsten natürlich diesmal in einer beschaulichen Ruhe.

Unwahrscheinlich bleibt das Szenario trotzdem. Der HSV hat nach der überraschenden Niederlage bei GWD Minden etwas gut zu machen. "Ich denke, sie werden gegen uns mit einer 6:0-Deckung beginnen", blickt Sebastian Hinze voraus. Berechenbar sind die Hanseaten allerdings nicht. Unter Trainer Christian Gaudin agiert die Mannschaft kreativer als zuvor. Neben der 6:0-Abwehr arbeitet das Team mit 5:1- und 4:2-Systemen sowie einer klassischen Manndeckung.

Druck verspürt der Bergische HC nach dem Sieg in letzter Sekunde gegen den TuS N-Lübbecke nicht. "Klar wollen wir etwas mitnehmen, wenn es möglich ist, aber die Punkte sind nicht eingeplant." Mit 15:15-Zählern haben die Löwen nahezu die bisher maximale Ausbeute aus der Saison herausgeholt. "Zumindest sind wir ganz nah daran", bestätigt Hinze und lobt nochmals die Einstellung seiner gesamten Mannschaft.

(trd)