Bergischer HC : BHC steht vor emotionsgeladenem Duell

2. Handball-Bundesliga: Am Samstag ist HBW Balingen-Weilstetten in der Klingenhalle zu Gast. Das Spiel ist ein Klassiker.

Dramatisch ging es stets zu, wenn der Bergische HC und HBW Balingen-Weilstetten aufeinandergetroffen sind. Im Abstiegskampf der 1. Handball-Bundesliga voriges Jahr war es Arnor Gunnarsson, der den entscheidenden Siebenmeter zum 23:22-Sieg nach der Schlusssirene erzielte und damit die Schwaben in die 2. Liga warf. In dieser Saison gewannen die Löwen eines ihrer intensivsten Duelle im Unterhaus beim 30:29 in Balingen. Auch dieses Duell hatte vorentscheidende Wirkung für die sogenannten Gallier von der Alb. Der Pleite gegen die Löwen folgten vier Niederlagen in Serie, mit denen sich die Balinger aus dem Aufstiegsrennen verabschiedeten.„Die Spiele gegen Balingen sind immer kämpferisch“, weiß BHC-Linksaußen Arnor Gunnarsson. „Ich freue mich auch jetzt enorm darauf.“ Daran ändert auch die geklärte Situation nichts.

Die Balinger können nicht mehr aufsteigen, der BHC steht als Meister der 2. Liga fest. Es sei eben auch eine Frage der Ehre, wie Gunnarsson einräumt. „Wir waren in den letzten Jahren immer zusammen im Abstiegskampf. In den Duellen untereinander haben beide Teams alles gegeben. Das wird auch am Samstag so sein.“Um 19 Uhr sind die Balinger in der Klingenhalle zu Gast. „Motivationsprobleme werden wir sicher nicht haben“, ist Trainer Sebastian Hinze sicher. „Ich erwarte ein Spiel mit vielen Emotionen.“ Das liegt nicht nur an der Tradition des Duells, sondern auch an der jüngsten 22:24-Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau. „Der Umgang mit Misserfolgen gefällt mir bei meinem Team sehr gut“, erläutert der Coach. „Zum einen nerven sie jeden extrem, zum anderen ziehen alle gute Lehren daraus.“

Mit der Trainingswoche war Hinze jedenfalls sehr zufrieden. „Wobei ich das auch vor dem Spiel gegen Lübeck war“, betont der Coach. Insgesamt sei aber zu sehen gewesen, dass die Beine im Auswärtsspiel auch etwas müde gewesen seien. Denn die Trainingsschwerpunkte haben sich seit dem feststehenden Aufstieg mit Blick auf die nächste Saison ein wenig verschoben. „Es geht etwas athletischer zu, und auch taktisch legen wir einen anderen Fokus“, sagt der Trainer, der jedoch klarstellt: „Das soll keine Entschuldigung für die Niederlage sein. Wir hatten in Lübeck die Chance, die Partie eine Viertelstunde vor Schluss für uns zu entscheiden, aber es ist uns nicht gelungen.“Die Scharte gilt es, gegen Balingen auszuwetzen. „Der Gegner legt viel Fokus auf sein Tempospiel. Ich hoffe, das liegt uns dann auch etwas mehr“, sagt Hinze.

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Nachdem feststand, dass die Schwaben ihr Saisonziel – den direkten Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga – verpassen würden, hat sich die Truppe stabilisiert. Sechs der letzten sieben Partien gewann die Truppe von Trainer Jens Bürkle. „Sie spielen in schlechten Phasen jetzt deutlich besser und vor allem disziplinierter“, meint Hinze. „Dadurch sind Anker vorhanden, um die Spiele wieder in den Griff zu bekommen.“Während bei den Balingern zuletzt Lars Friedrich nicht dabei war, wird bei den Bergischen Löwen Fabian Gutbrod fehlen. Der Rückraum-Linke hat sich in Lübeck eine Verletzung an der Patellasehne zugezogen und wird bis zum Saisonende ausfallen. Ein operativer Eingriff am Knie steht jedoch nicht im Raum.

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