Handball-Bundesliga : Bergischer HC spielt wie entfesselt auf

Zum ersten Mal in der Erstliga-Geschichte lieferte sich der Bergische HC in einem Heimspiel gegen den TBV Lemgo keinen Handball-Krimi. Die Löwen dominierten die Lipperländer beim 35:26-Erfolg von Beginn an.

Die Handball-Geschichte im Duell zwischen dem Bergischen HC und dem TBV Lemgo wird neu geschrieben. Noch nie war ein Heimspiel der Löwen gegen die Lipperländer mit mehr als einem Treffer Unterschied ausgegangen – seit dem fünften Spieltag der neuen Saison steht erstmals ein BHC-Erfolg mit neun Treffern Differenz.

Die Grundlage setzte das Team von Trainer Sebastian Hinze mit seiner Deckungsarbeit um die überragenden Csaba Szücs und Max Darj im Innenblock sowie einem glänzend aufgelegten Keeper Christopher Rudeck.Über 3:0 und 7:2 bauten die Gastgeber ihren Vorsprung auf 11:3 aus.

Die Angriffe zeichneten sich durch eine hohe Effizienz aus, während den Lemgoern ihrerseits viele Technische Fehler unterliefen und den BHC zum Tempospiel einluden.

„Wir haben uns in der Abwehr von Anfang an gut bewegt, hatten die Ballgewinne, die wir wollten und im Angriff eine sehr hohe Wurfeffektivität“, analysierte ein äußerst zufriedener Sebastian Hinze. Sein Trainerkollege Florian Kehrmann musste eingestehen, dass sein Team die Begegnung bereits in der 15. Minute verloren hatte: „Das Spiel hätte noch 15 Stunden weitergehen können, wir hätten keine Chance gehabt, es zu gewinnen“.

18:10 führte der BHC zu Pause. Und auch nach Wiederbeginn wurde es nicht mehr spannend, weil Maciej Majdzinski, Daniel Fontaine und Arnor Gunnarsson die Führung sogleich auf 21:11 ausbauten. Am Ende stand ein jederzeit ungefährdeter 35:26-Erfolg, mit dem die Löwen auf Tabellenplatz sechs kletterten.