Bergischer HC siegt in Schlusssekunde gegen den TVB Stuttgart

Handball-Bundesliga : Bergischer HC macht zwölften Heimsieg in Schlusssekunde perfekt

Der letzte Treffer einer umkämpften Erstliga-Begegnung gehörte Max Darj – 29:28 (16:14) gewinnt der Tabellensechste gegen den TVB Stuttgart.

Im dritten Meisterschaftsspiel innerhalb von acht Tagen musste sich der Bergische HC gegen einen über zehn Tage ausgeruhten TVB Stuttgart in Gelduld üben, bis die Abwehr so kompakt agierte wie zuletzt beim 28:26-Coup gegen die Füchse Berlin. Abstimmungsprobleme in der 6:0-Deckung hatten die Löwen in der Anfangsphase bei den Sololäufen über die rechte Rückraumseite. Drei der ersten vier Treffer der Schwaben fielen nach Durchbrüchen oder daraus resultierenden Siebenmetern.

Ein gehaltener Strafwurf gegen Bobby Schagen bedeutete den Weckruf für den Tabellensechsten. Der extra eingewechselte Bastian Rutschmann blieb gleich zwischen den BHC-Pfosten und zeichnete sich kurz danach mit zwei weiteren Paraden aus. Zwei Minuten später führten die Gastgeber nach einem Unterzahl-Treffer von Arnor Gunnarsson (11./5:4) erstmals im letzten Heimspiel der Saison in der Solinger Klingenhalle.

Rund neun Minuten später stand die Defensive bei den Bergischen, die sich für die Ballgewinne mit fünf Treffern in Serie von Linus Arnesson (2), Kristian Nippes, Casba Szücs und Arnor Gunnarsson (Siebenmeter) mit einer 13:9-Führung belohnten (23.). Bis zum Gang in die Kabinen gelang den Stuttgartern Ergebniskorrektur (14:16), weil der gut aufgelegte Johannes Bitter zwischen den TVB-Pfosten einige gute Würfe entschärfte.

Der Beginn der zweiten Halbzeit stand insbesondere für Max Darj unter keinem guten Stern. Drei Mal kam der Kreisläufer frei zum Wurf, jedes Mal scheiterte er an Johannes Bitter. Und auch Arnor Gunnarsson vergab per Siebenmeter gegen Stuttgarts Keeper, so dass die Partie nach Simon Baumgartens 18:18 (38.) fortan wieder völlig offen war.

Es entwickelte sich eine hart umkämpfte Begegnung, die von nun an von beiden Abwehrreihen und Torhütern geprägt war. Bis weit in die Schlussphase legten die Bergischen jeweils einen Treffer vor, und die Schwaben glichen stets aus. Die Serie wurde erst nach einem Fehlpass des BHC und dem unmittelbar folgenden durch Michael Schweikardt erfolgreich abgeschlossenen TVB-Angriff durchbrochen. Mit dem 27:26 führten erstmals wieder die Gäste.

45 Sekunden vor Ende nahm sich Milan Kotrc ein Herz und startete von der linken Spielfeld-Ecke einen Sololauf zum 28:28. Der letzte Stuttgarter Angriff – unterbrochen von einer Auszeit – endete nach rund 30 Sekunden mit einem Stürmerfoul. Neun Sekunden blieben dem BHC somit noch auf der Uhr, um doch noch den zwölften Heimsieg zu sichern. Max Darj machte seine drei Fehlversuche aus der Anfangsphase der zweiten Halbzeit vergessen und überlistete Johannes Bitter mit einem flachen Wurf zum umjubelten 29:28.

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