Bergischer HC mit farbenfroher Team-Vorstellung

Bergischer HC: Eine farbenfrohe Team-Vorstellung

BHC stellt Team und Trikots vor

Beim Bergischen HC wird dem Saisonstart in der Handball-Bundesliga entgegengefiebert. Vor rund 200 Fans wurden das Team und die neuen Trikots offiziell vorgestellt.

Ein Akteur des Bergischen HC hebt sich in der kommenden Saison mit seinem türkisfarbenem Dress mit Sicherheit von vielen Torhütern in der Handball-Bundesliga ab: Bastian Rutschmann. Wie ihm sein neues Outfit gefalle, wollte Jens Scheffler bei der offiziellen Teampräsentation wissen. Der Hallensprecher führte als Moderator durch die kurzweilige Veranstaltung, die zum vierten Mal in der Hauptstelle der Stadt-Sparkasse Solingen stattfand.

Bastian Rutschmann, ohnehin für lockere Sprüche bekannt, hatte die Lacher auf seiner Seite, als er kurz und knapp antwortete: „Sehr gut. Ich habe die Farbe ja auch ausgesucht.“ Als Ältester im Kreis der drei Torhüter des Löwen-Kaders hatte er das Erstwahlrecht der Trikotfarbe. Spannmann Christopher Rudeck trägt schwarz – und die Nummer Eins auf Brust und Rücken. Seine „16“ hat der 23-Jährige Neuzugang Rafael Baena überlassen. Der Spanier wollte gerne wie zuletzt bei den Rhein-Neckar Löwen die „16“ behalten. Und so habe Rudeck dem Kreisläufer frei nach der Redewendung „Alter vor Schönheit“ den Vortritt gelassen.

Auch sonst drehte sich viel um die neuen Löwen-Trikots, die deutlich farbenfroher daherkommen als noch in der vergangenen Saison. Vor allem das rote Auswärtsdress gefällt den Spielern und den Fans – so lautete jedenfalls die vorherrschende Meinung. Neben den üblichen Sponsoren-Logos zieren auch fünf Ornamente die Shirts, um die Verbundenheit zum Bergischen Land zu verdeutlichen: die Müngstener Brücke, die Schwebebahn, kreuzende Klingen, ein Tuch für die Geschichte der Textilindustrie sowie eine Hand als Symbol für die Röntgenstadt Remscheid.

BHC Mannschaftsvorstellung in der Sparkasse Kölner
Maximilian Bettin, Daniel Fontaine, Csaba Szücs und Fabian Gutbrod tragen die neuen Heimtrikots des Bergischen HC mit den drei Blautönen. Foto: Martin Kempner

Bogdan Criciotoiu gehörte zu den Spielern, die sich in dem von Salming individuell für den Bergischen HC produzierten Heimtrikot mit den drei verschiedenen Blau-Tönen vorstellten. „Es ist ein bisschen eng, aber sonst ganz in Ordnung.“ Dem 1,96 Meter großen Rumänen mit der Nummer „90“ würde man tatsächlich etwas mehr Bewegungsfreiheit für die einfachen Tore aus dem Rückraum wünschen.

  • Lokalsport : Rutschmann und Rudeck bilden ein gutes Gespann

Locker und spaßig ging es bei den Kurzinterviews mit den Spielern zu. Und es gab einen kleinen Einblick in die Jobs, die jeder der 17 Akteure aus dem Kader neben dem Handballfeld zu erledigen hat – und die nach Alter ausgewählt wurden. Maximilian Bettin etwa wird Physiotherapeut Carsten Walonka unterstützen und die Massagebank in die diversen Hallen tragen. „Ich bin leider immer noch einer der Jüngsten und konnte mir nicht mehr so viel aussuchen.“ Der neue Job sei aber immer noch besser, als für die Bälle verantwortlich zu sein. „Das hatte ich vorige Saison.“ Der 18-jährige Yannick Fraatz ist als Jüngster traditionell der Wasserträger.

BHC Mannschaftsvorstellung in der Sparkasse Kölner
Drei Torhüter – drei unterschiedliche Shirt-Farben: (v.l.) Christopher Rudeck, Rasmus Ots und Bastian Rutschmann. Foto: Martin Kempner

Prognosen für die am 26. August mit einem Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen beginnende Erstliga-Saison wurden nur vage abgegeben. Dass Experten dem Bergischen HC zutrauen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, betrachtet Trainer Sebastian Hinze als „bestätigung unserer Arbeit.“ Die Arbeitsmoral im Team zeige: „Jeder hat Bock auf die Erste Liga.“ Routinier Csaba Szücs drückt es in etwas anderen Worten aus: „Es war ein tolles Jahr in der Zweiten Liga. Aber das reicht jetzt auch für die nächsten Jahre.“

Farbenfroh gestaltet sich im Übrigen auch der Einlauf-Trailer, der bei den Heimspielen für passende Stimmung und Atmosphäre sorgen soll. „Wir wollten feiern und daher etwas Buntes machen“, sagte Mediengestalter Paul Gerlach von „Elberfeld Kreation“. Der kurze Ausschnitt verfehlte seine Wirkung bei der Premiere nicht.