Bergischer HC: Mehr Handball-Spitzenspiel geht nicht

Bergischer HC : Mehr Handball-Spitzenspiel geht nicht

Zweiter gegen Erster heißt es am Freitagabend in der Zweiten Bundesliga. Der Bergische HC tritt bei der heimstarken SG BBM Bietigheim an.

Positive Erlebnisse bei Auswärtsspielen in Bietigheim sind Mangelware in der Historie des Bergischen HC. Im letzten Zweitliga-Duell Weihnachten 2012 wurden die Löwen nach zeitweise klarer Führung in der zweiten Halbzeit vom schwäbischen Tempospiel überrannt. 25:29 hieß es damals aus BHC-Sicht. Zweieinhalb Jahre später ging das einzige Erstliga-Duell - allerdings am letzten Spieltag für bereits gerettete Löwen - mit 25:32 noch deutlicher verloren. Am Freitagabend um 19.30 Uhr treffen die beiden Teams in der erst fünf Jahre alten Bietigheimer EgeTrans-Arena erneut aufeinander. Aktuell stehen die Mannschaften auf den beiden Aufstiegsplätzen der Zweiten Bundesliga, auch wenn Bietigheim bereits sieben Punkte Rückstand auf den Bergischen HC hat.

"Sie sind auf jeden Fall eine der heimstärksten Mannschaften der Liga", sieht BHC-Trainer Sebastian Hinze sein Team in der 4500-Zuschauer-Arena, in der auch Eishockey gespielt wird, maximal gefordert. Auch wenn er den Begriff "Gipfel" angesichts der Leistungsdichte der ersten acht Mannschaften lieber vermeidet: "Wir haben schon gegen Tabellenzweite gespielt, allerdings noch nicht auswärts."

Bietigheim zu Hause - das sind fast immer deutlich über 30 Tore. Bisher gelang es nur den Rimpar Wölfen, diese Angriffsmaschine zu stoppen. Beim 26:26 wurden sie mit einem Auswärtspunkt belohnt. "Sie zeigen eine klare Körpersprache, praktizieren ein gefährliches Tempospiel und schließen schnell ab", weiß Sebastian Hinze. Sein Umkehrschluss: "Wir werden auch mehr Angriffe kriegen als sonst, entscheidend wird die Effektivität vorne und hinten sind."

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Geprägt ist die SG BBM Bietigheim im fünften Jahr von Trainer Hartmut Mayerhoffer, der die Mannschaft um langjährige Leistungsträger wie Robin Haller, Patrick Rentschler oder den aktuell besten Torjäger, Rechtsaußen Christian Schäfer, trotz kleinem Etat stets effektiv verjüngt hat. Gerade in dieser Woche hat Mayerhoffer allerdings seinen Abschied zum Saisonende verkündet. Das Team aus dem Norden von Stuttgart war übrigens schon letzte Saison ein heißer Aufstiegskandidat. Nach 16:0 Punkten zum Start ging es nicht mehr so überzeugend weiter, der Sprung in Liga eins wurde allerdings erst am letzten Spieltag vergeben.

Der Bergische HC setzt für das mit knapp 400 Kilometern zu den weiter entfernten Auswärtsduellen zählende Spiel auf das bewährte Konzept. Am Donnerstagmorgen wird noch einmal in der Klingenhalle trainiert, nach dem Mittagessen geht es bereits einen Tag vor dem Spiel auf Tour. Übernachtet wird diesmal in Stuttgart. "Das hat bisher gut funktioniert", erklärt Hinze, auch die Rückfahrt wird diesmal nicht so extrem werden wie letzten Samstag aus Konstanz, wo der BHC-Bus erst am frühen Sonntagmorgen auf den Parkplatz der Klingenhalle fuhr. "Das hat schon einen Tag gedauert, bis der Bio-Rhythmus wieder in Ordnung war", sagt der Trainer.

In Bietigheim wird es maximal zwei Änderungen im Vergleich zum Kader des vergangenen Wochenendes geben. Youngster Jonas Dell macht die Reise wegen einer Bauchmuskel-Zerrung aus seinem Einsatz in der BHC-"Zweiten" nicht mit. Maciej Majdzinski, zuletzt wegen Problemen am Sprunggelenk geschont, testet in den beiden letzten Trainingseinheiten, ob wieder ein Einsatz in Frage kommt.

(RP)
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